Morgengedanken
Die
Vögel sind da.
Wunderschönen
Guten Morgen, ihr Lieben.
Heute
habe ich mich während des Frühstücks ein wenig schlau gemacht. Ja
ja ,ich weiß, und es ist auch nicht meine Art, das Frühstück nicht
ausschließlich zu genießen, abere die Fragen brannten mir auf der
Seele. Zu neugierig war ich. Folgendes war passiert.
Als
wir gestern auf dem Weg ins General Hospital (Nosokkomío) waren,
kreiste plötzlich ein Riesenvogelschwarm über uns und Charikleia
freute sich und meinte, nun kämen die Tage der Alkyoniden wohl doch
noch.Ich hatte zwar schon immer beobachtet, wenn die Vögel sich zum
Flug in den Süden sammelten. Und ich hatte den ersten Vogel auch
freudig als Frühlingsbote begrüßt. Aber ich habe es nie erlebt,
dass sie im großen Schwarm auf einmal zurück kommen und einfach
wieder da sind.
Staunend
und andächtig sagte ich in diesen Schwarm hinein: Die Vögel sind
wieder da. Das war Freude und Hoffnung pur. Dies Land leidet sehr
unter diesem Winter.
Den
ganzen Tag kreisten sie hier oben, wogten hier hin und dort hin,
ließen sich auf den kahlen Bäumen nieder und erhoben sich wieder,
wie eine Wolke. Es war schön, ihnen zu zu sehen und wie ein
befreiendes Frühlingsfanal klang es immer wieder in mir: d i e V ö
g e l s i n d d a …
.
Dann
fiel mir ein , was Charikleia, sagte, ich hatte es schon öfter von
ihr gehört: die Tage der Alkyoniden. Das sind Tage zwischen
Weihnachten und Februar. Keiner weiß, wann sie kommen, aber jeder
wartet auf sie. Es ist eine Reihe warmer sommerlicher Tage mitten im
gräuslichen Winter, quasi das Gegenstück zu unseren Eisheiligen.
Charikleia,
die mir inzwischen eine ganz liebe Freundin geworden ist, erwähnte
auch, was es in der Mythologie damit zu tun habe. Und eben das wollte
ich nun doch genau wissen.
Also,
Alkyonides ist einer der Giganten. Er hatte siebenTöchter
.Alkippe,Anthe,Asteria,Chthonia,Drimo,Methone,Pallene
and
Phthonia,
bzw. Phosthonia.
Wieso
das nun hier acht sind , weiß ich auch nicht.
Als
er von Herakles getötet wurde, haben sich diese Töchter ins Meer
geworfen. Aber Amphitrite verwandelte sie zu Eisvögeln. Und damit
sie nicht erfrieren sollten, schenkte sie ihnen diese warmen Tage.
Ich
finde das schön, so mitten im kalten Winter. Das ist doch Hoffnung
hoch zwei. 1 x die warmen Tage und 1 x die Vögel sind da. Und
lächeln muss ich, weil ich schrieb, mitten im kalten Winter. Wenn
wir nun jene Hoffnung aus diesem bekannten Weihnachtslied noch mit
einfließen lassen, dann ist alles in einem Freude und Hoffnung hoch
drei und wir könnten somit uns warme Gefühle oder schon eine kleine
Anleihe beim Frühling machen, ihn uns einfach jetzt schon ein wenig
in die Seelen holen, ihm entgegenfiebern, uns freuen auf diese schöne
Zeit. Leute, die Vögel sind da! Es kann so lange nicht mehr
dauern....
Ich
freu mich. Nicht nur an den Vögeln. Ich freu mich an diesem Leben,
das uns immer wieder neu begegnet ,neu überrascht, neue Erkenntnisse
und Bilder vermittelt ….
Und
immer wieder neue Freude.
Diese, wie und wo auch immer, diese wünsche ich euch von ganzem Herzen,
Eure
Heide Marie

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