Hey du, ein liebes Hallo! Freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hübsch wäre, wenn dir meine Einstellungen gefielen, wunderschön, wenn sie ein Lächeln, Schmunzeln, oder gar eine kleine Freude und paar gute Gedanken hinterließen.
Selber würde ich mich über jeden Kommentar freuen . Und nun viel Spaß beim Lesen

Donnerstag, 23. Februar 2017



Februarmärchen


Die Primel... wirklich die erste?





Vor langer, langer Zeit erwachte Mutter Natur eines schönen Morgens, rieb sich die Augen und staunte.

Es war noch viel zu früh für sie. Es war Ende Februar. Der letzte Schnee begann gerade erst zu schmelzen und nahm das Schneeglöckchen mit. Aber für das Märzenveilchen war es noch zu früh. Wie für alle anderen Blümchen auch.

Da sie aber nun schon einmal wach war, und es ein wunderschöner Tag zu werden versprach, stand sie auf. Falls sie doch noch schläfrig wäre, könnte sie sich ja später noch ein wenig niederlegen. Aber im Augenblick fühlte sie sich stark. Sie wollte ein wenig hinaus gehen und die warme Sonne genießen.

Sie schlang ein warmes Wolltuch um ihre Schultern und trat hinaus.

Oh, wie gut diese frische Luft zu atmen war! Und diese herrliche Sonne! Rüstig schritt sie aus und überlegte schon, ob sie nicht doch schon ein paar Blumenkinder wecken sollte. Aber dann sah sie über diese weiten Fluren, wie sie glänzend vor Frische vor ihr lagen, und  sie sah auch, dass da, wo die Sonne nicht hin kam, noch Schnee lag und der Winter mit eisiger Hand sein Regiment verteidigte.

Nein, sie wollte keines ihrer Kinder dieser Willkür aussetzen. Gut, das Schneeglöckchen war ein kleiner Rebell gewesen und hatte sich trotzdem hinaus gewagt. Aber es wollte ja mit seinen drei Blütenblättchen, Glaube, Liebe, Hoffnung, demonstrieren , dass mit diesen Drei alles möglich sei. Ein mutiges kleines Dingelchen. Jedoch für die Anderen war es noch zu früh.

Grerade wie sie so zu diesem Entschluss gekommen war, hatte sie eine Anhöhe erstiegen und befand sich vor einer wehrhaften Burg. Unter sich sah sie das weite Land. Die Wälder, Felder, Äcker und Wiesen und das silbrig glänzende Band des Flusses. Alles schien zu warten, dass sie den Startschuss gab zu neuem Leben. Aber nein, es ist zu früh , dachte sie.Bemerkte auch, wie ein wenig Schläfrigkeit in ihre Glieder zurück kehrte. Sie würde sich doch noch etwas hin legen und ruhen, damit sie danach so richtig und in voller Kraft erwachen könne.

Da hörte sie ein seltsames Geräusch.Erst klang es nach nach einem fürchterlichen Hustenanfall und dann folgte ein krampfartiges, tiefes Ringen um Luft, dann ein matter Wehlaut. Mutter Natur schwang sich auf die Fensterwölbung hinauf und was sie sah, ließ sie erschrecken.

Da lag das Grafentöchterlein bleich und matt danieder und schien einen vergeblichen Kampf um Leben und Tod zu führen. Sicher, diese wehrhaften Mauern konnten einem Feind von draußen trutzen, aber gegen die Kälte und den Zug von innen konnten sie wenig tun. So hatte sich das Mädchen erkältet. Der ständige Husten hatte es an den Rand der Erschöpfung gebracht. Die Atemwege schienen verstopft, das Herz inzwischen geschädigt zu sein und der Kopf schien zerspringen zu wollen. Nein, diese Kleine befand sich in keinem guten Zustand.

Sie hörte auch den jungen Mann, der an ihrem Lager saß und das Mädchen umschlungen hielt, verzweifelt sagen:

„Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben. Ich liebe dich doch so sehr und ich glaube ganz fest, dass du wieder gesund wirst. Es muss doch irgend ein Kraut geben, was dir helfen kann. Wenn ich nur wüsste, wo ich suchen müsste!“ und im selben Augenblick ließ er den Kopf mutlos auf die Brust des Mägdleins sinken:

„Aber es ist ja noch Winter. Nichts blüht. Nicht mal ein einziges Blümlein!“

Dann hielt es ihn nicht mehr und er sprang auf und lief ins Freie. Da lief er nun auf und ab, zürnte dem Himmel und betete doch gleichzeitig zu ihm.  Hoffte auf ein Wunder und glaubte in seiner Verzweiflung daran.

„Oho“, dachte da die große Mutter aller Natur, „der liebt sein Mädchen so herzinnig. Dem muß doch zu helfen sein. Ein Plänzchen, das all diesen Kummer heilen könnte?“

Im Augenblick und auf die Schnelle fiehl ihr nichts ein. Aber schon lief ihr Erfindungsgeist auf Und Hochtouren. In Gedanken hatte sie das Blümchen bereits fix und fertig. Nun müsste sie nicht sie selbst gewesen sein, wenn sie nicht auch manchmal auf Tricks und kleine Wunder zurückgreifen würde. Und mit abbittendem Blick nach oben, schwupp, ließ sie fast vor den Füßen des Jungen ein Blümchen wachsen. Das Erste in diesem Jahr. Und so nannte sie es auch: Primula.

Der Bursche, den Blick immer traurig zur Erde geneigt, stand plötzlich vor der Blume. Er zwinkerte erst einmal und dann war es, als erwache er aus einem bösen Traum. Dann schaute er um sich und gewahrte , da und da und da, überall im sonnigen Gras wuchsen plötzlich diese Blumen. Lachend und weinend kniete er nieder und pflückte sie. Er wußte nicht wie und was diese Pflanze wirken sollte, aber sie war die Einzige weit und breit und die einzige Möglichkeit überhaupt etwas zu tun. Seine einzige Hoffnung.

Er brachte das Sträußchen zu seiner Liebsten. Diese schlug die Augen auf und er sah den Hoffnungsschimmer auch in ihnen und Freude schien ihr Gesicht mit leichter Röte zu beleben. Im besten Glauben und all seinem Mut kochte er dann einen Tee.Es ging langsam, aber das Mägdlein erholte sich und übers Jahr wurde sie seine Frau.

So also wurde Primelchen die erste Blume.

Dachte Mutter Natur.

Aber im fernen Griechenland gab es zu dieser Zeit eine Göttin Flora. An ihrem Hof lebte eine Nymphe, namens Anemona. In diese verliebte sich Zephyr, Floras Mann. Die Göttin Flora war jedoch, wie jede andere Frau an ihrer Stelle, sehr eifersüchtig, ließ alles Göttliche vermissen und verwandelte die Nymphe in eine Blume.

Seither versucht die Anemone der Primel den Rang abzulaufen und ist die Erste .

Wie es sich aber damit tatsächlich verhält, können wir jedes Jahr selber heraus finden.


In Deutschland sagen wir auch zur Anemone Windröschen, was auf das griechische „anemos“= Wind zurück zu führen ist.

Samstag, 11. Februar 2017

Morgengedanken- Nachdenklich....


Morgengedanken

Nachdenklich







Draußen zieht ein wunderschöner klarer Morgen herauf. Der Tag verspricht gut zu werden.Mein Katerchen hat mich früh geweckt,da war die Welt noch grau in grau mit einem leicht rötlichem Schimmer im Osten. Ich stellte mich an die hintere Tür und wartete auf die Sonne, die jeden Augenblick über Philippi aufgehen müsste. Und da war sie. Strahlend schön.

Zugleich erschien am Himmel der Kondensstreifen eines Fliegers, der in Kavala gestartet sein musste.Das war etwas ganz Neues.

In meiner Heimat wohnte ich wohl unter einem Kreuzungspunkt sämtlicher deutscher und anderer Luftfahrtwege und der Himmel war ständig von einem Muster weißer Streifen überzogen. Hier waren es lediglich Überleitungsdrähte, die den Blick in das Firmament teilten. Von keinem meiner sechs Balkons habe ich bisher die Spuren eines Flugzeuges ausmachen können.

Doch, da fällt mir ein,vor drei Tagen, ein ohrenbetäubendes Geräusch und von Osten her raste ein Düsenjäger direkt über mir hinweg.

Bis hierher war es ein friedlicher schöner Morgen. Aber nun kamen sie, die Gedanken und holten mich in diese doch eigentlich so wunderschöne Welt, wie sie da draußen wirklich ist.

Ich muss dazu sagen, seit dem Tod meines Mannes weigere ich mich, Nachrichten zu hören, habe Radio und Fernseher aus meiner Nähe verbannt und lebe seither sehr viel ruhiger. Ich hatte festgestellt, dass das Elend der Welt da draußen mir körperlich weh tat, denn ich konnte ja nichts dagegen tun. Ich musste es mir aber x mal pro Tag immer und immer wieder im Stundentakt anhören, wenn mein Göttergatte das Radio oder den Fernseher eingeschaltet hatte. Ich kam mir dann vor, wie wenn wir auf der Autobahn oder sonst wo an einem Unfall vorbei fuhren und der Magen sich mir umdrehte. Nein, wenn ich nicht helfen konnte, als sensationslüsterner Voyeurist eignete ich mich wirklich nicht. Also verbannte ich diese Medien. Ich lebe seither, wie gesagt, ruhiger. Aber dennoch nicht hinter dem Mond. Die Presse und die Medien sind überall vakant und auch von Freunden und Menschen auf der Straße bekomme ich das Wichtigste zugetragen.

Ja, und so erfuhr ich in Bezug auf diesen Düsenjäger, dass die Lage hier sehr heikel sei, Da Griechenland - und auch das griechische Volk steht diesmal hinter der Regierung - nicht gewillt ist, diese acht türkischen Oberen in den sicheren Tod auszuliefern, drohen die Türken mit Repressalien , wie sie das ständig tun. Ich habe gehört, sie fliegen bis Rhodos herein und und in griechischen Hoheitsgewässern kreuzt eine türkische Kriegsflotte. Nix schöne heile Welt. Und die Welt schaut weg.

Auch sonst quietscht und eiert unser blauer Planet gewaltig, wie es in einem alten Jugendlied heißt.
Nirgends mehr scheint auch nur irgend etwas noch zu stimmen und gut zu sein. Überall klagen Menschen, und Politik ist weltweit einziges Chaos und alle Länder weltweit untereinander darinnen verstrickt.

So sitze ich nun an diesem hellen Morgen und mache mir meine Gedanken.Ich blicke in den blauen heiteren Himmel hinauf und unwillkürlich erhebt sich mir die Frage:
"He, du da oben warum tust du nichts? Warum lässt du zu, dass wir deine Schöpfung so ruinieren.?Hast du immer noch jenes Vertrauen in uns, dass wir deinem Bilde ähnlich sind?? Erwartest du wirklich, dass wir das Gute tun,weil wir zwischen Gut und Böse unterscheiden können und ein Gewissen haben? Und wenn wir es doch haben, warum tun wir nicht das Gute. Auch Aristoteles hat es erkannt: Wenn auf Erden die Liebe herrschte, bräuchten wir keine Grenzen mehr. Davon sind wir so weit entfernt, wie eben von deinem Paradies "

Ich kann es nicht sagen, ob ich gläubig bin. Ich würde es bejahen, wenn da nicht immer wieder große Zweifel wären. Schon die Schöpfungsgeschichte hat es in sich und unsere kleine Familie geriet ins Nachdenken, als unsere beiden Töchter, damals in jungen Jahren  in freie Gemeinden wechselten und trotz z. T. angefangenem Biologiestudiums die Evolutionstheorie ad acta legten. Mein Mann, Realist, der er war, geriet außer sich und es gab heiße Debatten.

Gut, ich hatte meine Religion mit der Muttermilch eingesogen und wurde christlich erzogen. Die wichtigsten Bibelstellen kenne ich auswendig. Und eine half mir in diesem Zwiespalt: vor Ihm sind Tausend Jahre als ein Tag...Es konnten aber eben so gut auch mehrere Tausend sein, und dann käme das Pi mal Daumen doch hin. Und alles hatte Zeit, sich nach seinem Plan  und seiner Zeitrechnung zu entwickeln.

Aber zurück nun zu dieser gar nicht mehr so heilen Welt. Alles deutet auf eine Endzeit hin, in der wir uns inzwischen zu bewegen scheinen. Und da fällt mir das Römische Reiterstandbild ein, nach der Deutung Daniels in der Bibel. Zitat:

Im zweiten Kapitel des Buches Daniel wird berichtet: Nebukadnezar habe eines nachts im Traum das Standbild eines Menschen gesehen, das aus Gold, Silber, Kupfer, Eisen und Ton zusammengesetzt war.

Ein Stein, der sich ohne Zutun von Menschenhand vom Berge loslöste, traf die Bildsäule an ihren eisernen und tönernen Füßen und zertrümmerte sie. Da wurden auf einen Schlag das Eisen und der Ton, das Kupfer, das Silber und das Gold zertrümmert und zerstoben wie die Spreu im Sommer auf den Tennen, und der Wind verwehte sie, so dass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der die gewaltige Bildsäule zerschmettert hat, wurde zu einem großen Berg, der die ganze Erde erfüllte.

Nach der Deutung Daniels veranschaulicht diese «gewaltige Bildsäule eines Menschen» die Weltgeschichte von Babylon bis zum Hereinbrechen des Gottesreiches; wobei Babylon durch «das goldene Haupt» dargestellt wird, und «das Reich Gottes» durch den Stein, der die Bildsäule zerschlug und zu einem großen Berg wurde. Zitat Ende.

Gold , Silber Kupfer und Ton und Eisen stellen die vier christlichen Zeitalter da, Babylon, das Doppelreich Meder - Perser, Griechenland, Römisches Imperium, die vergangen sind.

Und nun befinden wir uns bei den Zehen: Völkerbund und Vereinte Nationen, hier auf 10 beschränkt, welche niemals geeint sein werden. Eisen und Ton lassen sich nicht verbinden. In dieser Zeit leben WIR. Die Auslegung Daniels hat sich lt. Geschichte bis heute erfüllt.

Ich weiß nicht, wann dieser Stein fallen wird, heute, morgen, in hundert Jahren? und ich weiß auch nicht, was dann sein wird. Ich weiß nur, dass es wichtig sein wird, wenn, wo ich dann stehe. Und prompt erhebt sich die nächste Frage: "ja, sage mal, Herr,wenn du dieses wahr machst,  hätte dein Sohn nicht umsonst für uns gebüßt. Oder gilt dein Versprechen auch dann??"

Ihr Lieben, wir wissen es nicht, heißt, ICH weiß es nicht. Aber auch da habe ich etwas in der Bibel gefunden und mag sein , ich hätte es schon einmal in meinen Morgengedanken zitiert, dann will ich es wiederholen, denn es ist mir wichtig. Da steht geschrieben:

Ist doch der Glaube die feste Zuversicht auf das, was wir erhoffen
und ein Nichtzweifeln, an dem , was wir nicht sehen

Und dann glaube ich doch. Und dann darf ich leben, lieben, Gutes tun,  mich korrigieren und versuchen , in mein  Umfeld etwas Liebe und Güte zu bringen. Und ich darf zuversichtlich sein in dieser heutigen Welt. Ein gutes Gefühl!

Und dieses möchte ich euch auch wünschen. Geht in ein schönes Wochenende und macht etwas schönes daraus.

Eure Heide Marie

Donnerstag, 2. Februar 2017

Morgengedanken, die Vögel



Morgengedanken


Die Vögel sind da.


















Wunderschönen Guten Morgen, ihr Lieben.

Heute habe ich mich während des Frühstücks ein wenig schlau gemacht. Ja ja ,ich weiß, und es ist auch nicht meine Art, das Frühstück nicht ausschließlich zu genießen, abere die Fragen brannten mir auf der Seele. Zu neugierig war ich. Folgendes war passiert.

Als wir gestern auf dem Weg ins General Hospital (Nosokkomío) waren, kreiste plötzlich ein Riesenvogelschwarm über uns und Charikleia freute sich und meinte, nun kämen die Tage der Alkyoniden wohl doch noch.Ich hatte zwar schon immer beobachtet, wenn die Vögel sich zum Flug in den Süden sammelten. Und ich hatte den ersten Vogel auch freudig als Frühlingsbote begrüßt. Aber ich habe es nie erlebt, dass sie im großen Schwarm auf einmal zurück kommen und einfach wieder da sind.

Staunend und andächtig sagte ich in diesen Schwarm hinein: Die Vögel sind wieder da. Das war Freude und Hoffnung pur. Dies Land leidet sehr unter diesem Winter.

Den ganzen Tag kreisten sie hier oben, wogten hier hin und dort hin, ließen sich auf den kahlen Bäumen nieder und erhoben sich wieder, wie eine Wolke. Es war schön, ihnen zu zu sehen und wie ein befreiendes Frühlingsfanal klang es immer wieder in mir: d i e   V ö g e l   s i n d   d a …
.
Dann fiel mir ein , was Charikleia, sagte, ich hatte es schon öfter von ihr gehört: die Tage der Alkyoniden. Das sind Tage zwischen Weihnachten und Februar. Keiner weiß, wann sie kommen, aber jeder wartet auf sie. Es ist eine Reihe warmer sommerlicher Tage mitten im gräuslichen Winter, quasi das Gegenstück zu unseren Eisheiligen.

Charikleia, die mir inzwischen eine ganz liebe Freundin geworden ist, erwähnte auch, was es in der Mythologie damit zu tun habe. Und eben das wollte ich nun doch genau wissen.
Also, Alkyonides ist einer der Giganten. Er hatte siebenTöchter .Alkippe,Anthe,Asteria,Chthonia,Drimo,Methone,Pallene and Phthonia, bzw. Phosthonia.
Wieso das nun hier acht sind , weiß ich auch nicht.
Als er von Herakles getötet wurde, haben sich diese Töchter ins Meer geworfen. Aber Amphitrite verwandelte sie zu Eisvögeln. Und damit sie nicht erfrieren sollten, schenkte sie ihnen diese warmen Tage.

Ich finde das schön, so mitten im kalten Winter. Das ist doch Hoffnung hoch zwei. 1 x die warmen Tage und 1 x die Vögel sind da. Und lächeln muss ich, weil ich schrieb, mitten im kalten Winter. Wenn wir nun jene Hoffnung aus diesem bekannten Weihnachtslied noch mit einfließen lassen, dann ist alles in einem Freude und Hoffnung hoch drei und wir könnten somit uns warme Gefühle oder schon eine kleine Anleihe beim Frühling machen, ihn uns einfach jetzt schon ein wenig in die Seelen holen, ihm entgegenfiebern, uns freuen auf diese schöne Zeit. Leute, die Vögel sind da! Es kann so lange nicht mehr dauern....

Ich freu mich. Nicht nur an den Vögeln. Ich freu mich an diesem Leben, das uns immer wieder neu begegnet ,neu überrascht, neue Erkenntnisse und Bilder vermittelt ….
Und immer wieder neue Freude.
Diese, wie und wo auch immer, diese wünsche ich euch von ganzem Herzen,


Eure Heide Marie

Samstag, 28. Januar 2017

Morgengedanken









Morgengedanken






 Hallo Ihr da draußen,

seid gegrüßt in Nah und Fern. Nun ja, eher fern, denn mindestens 1500 Km trennen uns voneinander.

Draußen ist ein wunderschöner Morgen herauf gezogen. Sonnig, aber kalt . Die Sonne steht hoch im Osten über Philippi und scheint durch die hintere Tür. Vor meinem Blick, schräg gegenüber im Westen, bescheint sie ein langgestrecktes Haus. Die Fenster reflektieren ihre Strahlen und werfen sie direkt hier auf meinen Frühstücksplatz. Ich sitze voll umfangen in diesem Licht.

Ich- sitze - im - Licht.

Ich sitze im Licht. Diesen Satz will ich mir auf der Zunge zergehen lassen und ich will in diesen Tagen danach handeln. Bis....

Mein Leben hat sich in eben diesen letzten Tagen etwas geändert. Es fing genau am ersten Tag dieses Jahres an. Da ging ich hinüber in die Ambulanz des nahe gelegenen General Hospital. Mit modisch hübsch bis unter die Nasenspitze geschlungenem Schal, damit mein Schiefhals mit den Hamsterbäckchen schön versteckt wäre..

 Man sagte mir, da bestünde Handlungsbedarf, aber der entsprechende Arzt sei noch im Urlaub. Nun, ich hatte eh schon gewartet , da könnte ich auch jetzt noch die paar Tage warten. Aber mein Zustand verschlechterte sich sehr und als es dann endlich soweit war, dass ich wieder hinüber ging,  behielten sie mich gleich da und steckten mich sofort an den Tropf.

Da lag ich nun Tag und Nacht eine Woche lang unter schwerem Geschütz und hatte das Gefühl, sie pumpten die ganze Wasserblase, auf der Drama liegt, in mich hinein. Unter dem Antibiotika geschah nichts. Dann folgte ein Kopf CT und noch am selben Abend begannen sie zusätzlich mit Cortisoninfusionen. Und arbeiteten einen Plan aus, wie weiter vorzugehen sei. Pathologe, Serotologe, weitere spezielle Blutuntersuchungen ,etc.

 Das würde dauern. Ich entließ mich selbst. Die Cortisontherapie konnte ich auch zu Hause streng nach Plan oral fort führen und schon drei Tage später hatte ich einen Termin bei einem Prof. von der Uni in Alexandropolis, der auch hier in Drama praktiziert.

Der untersuchte nur kurz sämtliche Lymphknoten,, auch am Körper, und sprach dann viel. In meiner Verwirrtheit, Griechisch , Englisch,  Deutsch, hörte ich immer wieder das Wort Lymphoma, dachte , nun ja, ich weiß, dass ich eine Lymphkrankheit habe. Erst als ich Chemotherapie hörte, wurde ich hellhörig: You mean it´s a Cancer?

Tja, was es nun wirklich ist, werden weitere Untersuchungen zeigen. Sie werden mir ein zwei Knoten entnehmen, umliegendes Halsgewebe entfernen und eine Biopsie machen. Am 1.2. werden sie mit einem weiteren CT des Bauchraumes beginnen und dann wird sich eines ans andere fügen.

Bis dahin werde ich meine Tage genießen. Zuerst war ich schon recht ängstlich, schwankte zwischen Panikattacken und Quatsch- sowas - bekommen - doch -nur- andere. Dann entschloß ich mich für letzteres und dass ich nicht gewillt bin, jetzt in Histerie aus zu brechen. Es ist nur der Verdacht. Heulen und Zähneklappern kann ich, wenn es  wirklich dann so wäre.

Alles ist offen. Und das eigentlich ist, was ich sagen will. Wir machen uns Tag für Tag soviele unnütze Gedanken im Voraus. Das ist bei vielen Dingen auch notwendig. In Terminsachen, Geldangelegenheiten, Urlaubsplanung,etc. Aber was soll ich mich heute darum kümmern, was der Tag mir übermorgen bringen wird, wenn ich doch den heutigen leben kann. Gut leben kann. Muss ich heute unbedingt mir Sorgen machen, was übermorgen sein wird? Muss ich das? Ich kann vorsorgen, meine Tasche packen, meine Rechnungen bezahlen, mein Katerchen versorgen. Aber mir ernsthaft nun Sorgen zu machen, bevor sie real sind?

Nö! Dazu bin ich nicht bereit. Ich werde diese "freien" Tage bis Mittwoch nächster Woche genießen, mich von den Klinikstrapazen erholen, schlafen, schreiben, neue Bücher binden, mit Katerchen auf Vorrat schmusen und lauter schöne Dinge tun.

Ich meine, es gibt Zeit zum Weinen und es gibt Zeit zum Lachen. JETZT ist noch Zeit zum Lachen.  Lassen wir sie uns nicht vergällen durch Sorgen, die uns vielleicht gar nicht treffen wollen. Und es gibt diese Zeiten  mehr, als wir wagen, zu glauben. Nur, meine Freunde, nehmen, nehmen müssen wir sie uns selber. Uns immer wieder einmal dran erinnern, wie schön das Leben ist und wie gut es uns doch geht.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag. Meiner ist es bereits.

Eure Heide Marie

Mittwoch, 11. Januar 2017

Morgengedanken. 11.01.2017



Morgengedanken



Mit einem wettermäßig frostigem, gefühlsmäßig dennoch herzlichem Guten Morgen, grüße ich euch heute. Es ist passiert: Griechenland liegt unter einer geschlossenen Schneedecke. Sogar die Inseln sollen betroffen sein. Man hat mir gesagt, seit 60 Jahren hätte es das nicht mehr gegeben. Ob das so ist, weiß ich nicht, muss es aber wohl glauben.

Gestern hat es den ganzen Tag geschneit. 
Charikleia kam mit gehöriger Verspätung, hatte sich den ganzen Weg von Ambalakia hierher im 2. Gang durchgekämpft. Gegen Mittag haben wir uns dann mutig auf gemacht, meinen monatlichen Großeinkauf zu tätigen und schafften das auch. Aber dem Heimweg von ihr, sahen wir beide etwas ängstlich entgegen, die Straßen waren wieder zu. Es wird hier in der Provinz weder geräumt, noch gestreut, man ist hier für so etwas einfach nicht vorbereitet.

Nun sitze ich also wieder hier und schaue in diese doch eigentlich so schöne Winterwelt hinaus, die so heimatlich anmutet. Ich bin vorhin von Balkon zu Balkon gewandert, um nach irgendwelchen Lebenszeichen meiner Umwelt zu suchen. Die Welt scheint still zu stehen: kein Mensch auf der Straße, kein Auto, und selbst den Hunden scheint es die Lust am Bellen  verschlagen zu haben. Ab und zu kommt ein Rabe geflogen, setzt sich auf einen der Telefondrähte. Dann rieselt da etwas Schnee herab. Der Vogel erhebt sich, fliegt davon. Wieder rieselt Schnee. Und das war dann auch schon das einzige Zeichen von Leben da draußen.

Eigentlich ist heute unten in der Stadt wie jeden Donnerstag Bazaari, Markt. Ich verschwende nicht mal einen Gedanken daran, runter zu fahren, überlege mir eher, wie er wohl bestückt sein wird. Konnten die Händler ihre Anwege schaffen , und wenn , wie. Sie tun mir leid, aber c´est la vie.
Und ich denke überhaupt an die Menschen da draußen. Viele Dörfer sollen abgeschnitten sein. Und ich denke an die Ärmsten der Armen, deren es hier immer mehr gibt. Das Sozialsystem hier ist zum K...., das heißt, es gibt hier ja absolut gar keins. Wo also sind sie? Haben sie eine Bleibe? Haben sie zu essen? Haben sie warm? 

Wir haben seit Tagen Minusgrade und als gestern die Heizung nicht ansprang, reagierte ich leicht panisch, zumal diese weitläufige Wohnung ohnehin schwer warm zu bekommen ist, die Heizungskosten immens hoch sind und ich zu sparen versuche. Der Winter hat hier erst richtig angefangen und schon sind es mehrere hundert Euro. Ich gedenke , es mir in warmem Strickzeug und immer einer heißen Kanne Tees auf dem Stövchen, recht gemütlich zu machen. Und das klappt auch.

 Aber diese Menschen da draußen, die das alles nicht haben! Unlängst schrieb ich an gleicher Stelle von "Guten Gedanken" Die nützen denen nicht. Und ob Jener da Oben ihnen hilft? Fast schäme ich mich, um die kleinen Dinge des Alltags zu bitten...um unser täglich Brot....das wir so selbstverständlich hin nehmen. Nein, nichts ist selbstverständlich. Bereits morgen kann alles ganz anders sein und ich für mich habe mir vorgenommen, in Zukunft etwas dankbarer mit meinem Schicksal um zugehen. Wir wissen doch oft gar nicht mehr, wie gut es uns geht. Wir denken nur an das , was uns fehlt, nicht an das, was wir  v e r l i e r e n  können. Und ich denke mal, Letzteres auf die Waagschale geworfen, würde allemal überwiegen.

So will ich für mich selbst also doch etwas dankbarer sein. Zumal ich neulich irgend wo etwas Hübsches gelesen habe, was ich als  eine Super-Option an euch weitergeben möchte:

Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich.

In diesem Sinne wünsche ich euch nun einen guten Wintertag, macht was Hübsches aus ihm.

Eure  Heide Marie




Sonntag, 8. Januar 2017

Eine Liebesgeschichte








Vier Kalenderblätter






1998

Menschen, überall Menschen
dazwischen du und ich
zwischen gestern und morgen das Heute
neben mir du, neben dir ich

Du gehst an meiner Seite
und bist unendlich weit weg
Das Gestern verbietet das Heute
Das Morgen erscheint ohne Zweck

An deiner Seite allein zu sein
tut so unendlich weh
und verzweifelt such ich immer
wieder deine Näh
´
Kannst mir deine Hand nicht geben
bist in Gedanken bei ihr
Wie dürft´ich da wagen zu sagen
mein Leben und all meine Liebe
gehören doch immer nur dir






2002



Warum darf ich nicht fragen
frage nur wozu
Wozu alles wagen
wenn nicht am Ende du-

Hab geduldet, hab gestritten
wollte doch nur dich
Schließlich in des Lebens Mitten
da verlor ich mich

Hab dich nie ganz besessen
hab dich doch ganz verlorn
du wolltest nicht vergessen
ich bin an dir erfrorn

So bin ich nun am Ende
zerbrochen der Hoffnung Schild
Sieh meine leeren Hände
wo dennoch Liebe draus quillt.




Ohne Datum


Nun ist es doch geschehen
sie hat dich fort geschickt
Nun wird nicht weiter gehen
Was dich hat so beglückt

Du glaubtest nochmal an die Liebe
an die Liebe, oder an sie?
Sie wollte mit dir ja nur spielen
Deine Liebe wollte sie nie

Sie spielte ihr Spiel und sie spielte es gut
doch du, mein Lieb, warst nicht auf der Hut
Du wolltest Böses nicht denken
dein ganzes Herz ihr nur schenken

Nun schickt sie dich fort, ich sah deinen Schmerz
Sie kannte kein Erbarmen
Da brach auch beinah mir das Herz:
du weintest in m e i n e n Armen




2012 
Nachruf

An G. Th.

Sei froh, dass ich nicht hassen kann,
ich schlüge dich mit deinen Waffen,
mit denen du an meinem Mann
solch Unheil hast geschaffen

Er suchte Ruhe, suchte Frieden
in Waldes Einsamkeit
und Heilung für uns beide.
Es war uns nicht beschieden.

Durch dich-

Du stelltest dich frech zwischen uns,
wolltest dein Mütchen wohl kühlen.
Du sprachst von - Panzer knacken-
Du wolltest mit ihm doch nur spielen.

Im lauschigen Tann warfst du dich ihm an,
wichest nicht mehr von seiner Seite.
Du spanntest um ihn Dein Spinnennetz,
War er Dir leichte Beute?

Du suchtest Bestätigung, brauchtest den Kick
und musstest doch eigentlich wissen,
dass Schalentierchen, deren Panzer man knackt,
ganz jämmerlich sterben müssen-

Doch deiner Eitelkeit war das egal;
du fingst ihn dir ein mit Liebesschwüren,
mit Worten von Sehnsucht und Abschiedsqual,
von -Perlentränchen- und -Trostbreimahl-
und fingst ihn mit goldenen Schnüren.

Du fandest es gut, du fandest es schick
in deinem Selbstfindungswahne-
Doch Perlentränchen weinte ich nicht,
ich weinte Ozeane.

Sein Fehler war, erglaubte dir
zu gerne deine Lügen.
Du tatest damit nicht nur ihn,
auch deinen Mann betrügen

Hast du nur einmal je bedacht
- nein, so sensibel warst du nicht -
was Willkür solchem Herzen macht,
dass es vielleicht zerbricht.

Ich wusste, du nicht, wenn ein solcher Geist
im Anderen sich gänzlich verliert,
all seine Prinzipien dafür aufgibt und sieht, das war sie nicht wert,
seinen eigenenTod gebiert.

Du wolltest ihn haben. Er gab sich dir ganz.
Doch das war dir dann zuviel.
Sehr schnell hast du ihn abserviert,
er passte nicht mehr in dein Spiel.

Nun ist er tot, du nahmst ihn mir. Was bleib, sind deine Briefe.
Die könnte ich jetzt böse nützen.
Wovor sollte ich dich auch noch schützen?
Dir nicht tun gerade so weh?

Sei froh, dass ich nicht hassen kann.
Gern schlüg ich dich mit Deinen Waffen.
Doch mein ist die Liebe. Und er war mein Mann.
Deswegen kann ich es nicht schaffen.


© H. M. Kalitta

Samstag, 7. Januar 2017

Januarmärchen, Das Schneeglöckchen




Was uns das Schneeglöckchen sagen will




Es war vor langer Zeit. 

Die große Gärtnerin Natur ging durch ihren Garten . Sie hatte vom Meister allerhand Sämereien bekommen, sie zu ihrer Zeit ausgesät und nun besah sie sich das Ergebnis. 

Das war vielleicht ein Spektakel. Da wuchs alles wild durcheinander. Sie war vielleicht nicht sorgfältig bei der Aussaat gewesen und vielleicht hatte auch der Wind seine Finger im Spiel gehabt. Nun, so konnte es nicht bleiben. 

Die Rose hatte sich mit dem Lavendel befreundet, wollte ihn unbedingt bei sich haben. Die Wasserminze stocherte unlustig im Erdreich herum und war mit dem ihr zugewiesenen Stückchen Land nicht zufrieden. Sie brauchte Platz. Sie würde ihn sich schaffen, koste es, was es wolle. Die Heide, verspielt und etwas störrisch, wollte sandeln, und wenn schon nicht Sandburgen, so doch hübsche Landschaften bauen. Die Alpenrose war da im Flachland tief unglücklich und suchte Trost bei Edelweiß und Arnika. Zusammen beschloss man, eine Eingabe zwecks Umsiedelung zu machen. Die Hortensie, in wunderschönem hellen Blau, beklagte sich ebenfalls. Ihre Erde sei zu feucht. Sie reagierte darauf ganz schön sauer und wurde vor Ärger ganz rot. Der Hahnenfuß dagegen, ließ sein Köpfchen hängen und sehnte sich nach einem Bachrand oder einer feuchten Wiese.

Das ging ja alles gar nicht.

 Schließlich war es der erste Garten, den Mutter Natur anlegte. Auch sie würde lernen und immer wieder neue Erfahrungen machen müssen. Aber sie war damals ja noch so jung. Sie hatte ihr Reich zugeteilt bekommen ...und nun mach mal was draus. 

Tja, so war das damals, auch sie musste einmal klein anfangen. Heut steht sie weit über allem, hat eine wunderbare Ordnung geschaffen. Sie weiß, dass sie gut ist und steht hoch über uns Menschen, die wir immer glauben, wir hätten hier das Sagen. Sie lässt es zu, dass wir immer weiter versuchen, mit ihren Abkömmlingen zu experimentieren. Dennoch bleibt eine Rose immer eine Rose und wird in hundert Jahren, wenn wir es denn erlebten, immer noch eine Rose sein. Dazu lächelt diese große Mutter milde. Sie weiß, der Mensch lebt eine kurze Zeit. Dann vergeht er, wie die Blumen auf dem Feld. Sie aber, sie bleibt.

So ging sie also damals in Gedanken und großen Landmesserschritten über ihr Terrain. Sie überlegte, wo und wie sie das alles bewerkstelligen sollte. Es gab soviel zu tun und so Vieles schrie nach sofortiger Änderung.Wo und womit sollte sie anfangen? Sie würde sich irgendwie erst einmal Hilfe beschaffen müssen, bis alles seine Richtigkeit hätte.

Da fielen ihr die Erdgeister ein, dieses kleine Völkchen, welches tief im Verborgenen arbeitete und damals allen Dingen auf unserer Erde zu Ansehen und Wachstum verhalf.

So ging sie also zu dem König der Feen und Elfen, besprach sich mit ihm und alsbald hatte sie für jedes Blumenkind ein Patchen ausgehandelt, ein Elflein, das fortan seinem Blümchen beistehen sollte.

Ja, da wäre noch etwas, worüber ich mit dir sprechen möchte, wenn du schon da bist", meinte dann der Elfenkönig. " Wir haben hier ein Elflein. Ein sehr liebes, aber es hat einen kleinen Tick. Es glaubt immer noch an Glaube , Liebe und Hoffnung. „

Und was ist daran falsch???“

Nun jaaa, das kam mal von den Menschen und wird doch kaum noch praktiziert. Und hier nun läuft das dumme kleine Ding den ganzen Tag mit einem Glöckchen umeinander, ruft, wie früher in den Dörfern der Büttel, mit der Glocke, ständig zu Liebe , Glaube und Hoffnung auf. Das ist ja im Prinzip nicht schlecht, aber  e s   n e r v t   u n s   f ü r c h t e r l i c h !!! Zumal wir ja von unserem Wesen her auf diese drei Dinge bedacht sind.“

Was erwartest du nun von mir?“

Nun, könntest du es nicht mitnehmen auf die Erde? Dort könnte es wie jener Rufer in der Wüste agieren und dort wäre es auch von Nöten.“

Nun ja, eigentlich habe ich mein Trüppchen zusammen. Aber das arme Dingelchen tut mir Leid und du hast Recht, da auf der Erde heroben könnte es rufen und bimmeln , wie es will. Da ist es so laut, da hört es eh niemand und keiner wird sich daran stören. Ich werde es mitnehmen.“

Der Elfenkönig klatschte in die Hände und wünschte, man solle Glöckchen doch gleich zu ihm bringen.

Was da dann angetrippelt kam, ließ die gute Mutter Natur tief aufseufzen. Ein kleines junges Elflein, so klein und schmächtig, dass es sie erbarmte. Es hatte ein seltsames weißes Kleidchen an.Weiß, wie die Farbe der Unschuld. Den Saum schmückte ein schmaler Streifen in Grün. Die Hoffnung? Und über dem Röckchen trug es drei Überwürfe in Form hübsch gerundeter Zipfel. Liebe. Glaube. Hoffnung?

Der Abschied ging schnell und freundlich. Dann zog Mutter Natur mit ihrem Regiment ab und nahm Glöckchen schützend unter ihren Umhang. Sie wollte ganz besonders auf es aufpassen und es ein wenig herausfüttern.

Der Sommer kam, der Herbst, der Winter. Mutter Erde hatte alles versucht, aber Glöckchen wurde immer matter. Einmal, während eines Gespräches meinte es betrübt:

Weißt du, es ist fast so unmöglich, diese drei Dinge unter die Menschen zu bringen, als dass eine Blume im Schnee wächst.“

Und als der erste Schnee kam, starb es.

Sie begruben es sehr still und alsbald hatte der Schnee mit seiner unschuldigen weißen Decke das kleine Grab bezogen

Der Januar ging fast zu Ende. Manchmal beschien eine warme Sonne den kleinen Hügel, aber was war das?

Da war über Nacht der Schnee aufgebrochen und ein Blümchen stand da. Zart und schmächtig. Aber unverdrossen streckte es seine Blättchen zum Himmel, als wolle es Mut und Kraft gegen die Kälte der Welt erflehen.

Und wider jegliche Vernunft blüht es jeden Winter, läutet immer weiter und gemahnt sanft an Liebe , Glaube und Hoffnung, diese drei...



Unser Schneeglöckchen