Hey du, ein liebes Hallo! Freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hübsch wäre, wenn dir meine Einstellungen gefielen, wunderschön, wenn sie ein Lächeln, Schmunzeln, oder gar eine kleine Freude und paar gute Gedanken hinterließen.
Selber würde ich mich über jeden Kommentar freuen . Und nun viel Spaß beim Lesen

Donnerstag, 29. Juni 2017

Nachricht

Nachricht
an meine lieben Freunde und Leser

Tja!! 

 


Nun ist es doch soweit. Die Befunde der Uni Athen sind endlich da und sie bestätigen, was ich eigentlich gar nicht mehr wissen wollte. Und eigentlich auch nicht mehr glaubte. Athen empfielt die Therapie in Deutschland.
So!
Ein Riesenberg tat sich vor mir auf. Primär erst mal die ganzen nun folgenden Umstände. Wie sollte das alles gehen. Wohin mit Purzelchen, wohin mit mir? Was mit hier? Für wie lange? Später dann der eigentliche Schreck. Sowas bekommen doch immer nur Andere. Jetzt ich. Plötzlich war alles anders. Da war die Sache mit der Stecknadel. Bisher bückte man sich und hob sie einfach auf. Basta. Jetzt bückte ich mich auch, aber da waren plötzlich Gefühle und Gedanken, so abstrus und beängstigend. Wirst du sie je wieder brauchen? und wenn, wann? Der Blick in den wohlgefüllten Kühlschrank. Das brauchte ich doch alles gar nicht mehr. Wofür noch? Blödfrau!! Natürlich brauchstes nich mehr, gehst doch nach Deutschland. Ja, und solcher Dinge mehr. Alles wurde hinterfragt, nichts war plötzlich mehr selbstverständlich.
Bevor mich dann vollends die Hysterie am Wickel bekam, beschloss ich, nächsten Tags einfach erst mal ans Meer zu fahren. Dann, dann danach würde ich die Dinge zu regeln beginnen. Basta.
Aber dann beschloss ich, ein paar Telefonate zu führen und nachts suchte ich nach Flügen und als auch noch mein Läbby streikte und gar nichts mehr ging, fragte ich endlich und total verzweifelt: Herr, weshalb tust du mir das an?"
Nun, ich bin dann nicht ans Meer gefahren, aber abends kam die Antwort:
"Auf den Befund liess ich dich deswegen so lange warten, damit du dich erst mal von den Strapazen der Hospitäler erholen konntest und ruhig wärest und dich damit abfinden könntest, wenn es denn so wäre. Den Purzel habe ich Rosemi in Pflege angetragen und auf dich warten deine Schwester und ihr Mann. Du bist doch so gerne dort. Den Flug hat deine Tochter mit Mann nun für dich und Purzel bereits gebucht und letztendlich habe ich dafür gesorgt, dass die Tierärztin heute nicht nur ohne Voranmeldung den Purzel geimpft und gechipt hat, sondern ich hab ihr auch geflüstert, dass sie das alles passend zurückdatiert, ich würde ihr die Flunkerei vergeben. Und Charikleia wird sich hier um alles kümmern. Also komm, entspann dich, ich habe alles für dich gedeichselt. Mach dir noch paar schöne Tage, fahr ans Meer, und dann bring ich dich nach Deutschland und werde auch da für alles sorgen. Und ich habe noch ein Bonbon für dich. Din Töchting + Männe werden extra nach Süddeutschland kommen, dich vom Flieger holen, mit dir über Pforzheim fahren, um Purzelchen abzugeben und dich weiter nach Freiburg bringen. Na, was sagst du ?"
" Ja, alles ist getan, ich danke dir. Hilf mir aber, trotzdem nicht immer zuerst an dir zu zweifeln. "
So!





Nun werde ich mit Purzelchen noch ein paar schöne Tage hier haben und mich seelisch auf die Therapie einstellen. Natürlich hab ich Angst, weiß überhaupt nicht, was auf mich zukommen wird und das bloße Wort Chemotherapie lässt einen schon grausen. Alles, was ich weiß ist, dass erst einmal eine Knochenmarkpunktion gemacht wird, die dann das weitere Procedere bestimmt. Und so vertrau ich jetzt einfach mal dem Satz, den ich auch sonst gerne befolge, "was ich nicht weiß, Macht mich nicht heiß." Und Ihm, er wird's wohl machen.
 
Ja dann, Freunde. Wie sagte Der brave Soldat Schweyck?
"Bis um zwölwe nach dem Krieg". Bis dahin , also!
 
Für jeden gedrückten Daumen bin ich dankbar.
 
Kommt gut durch den Sommer!     Eure Heide Marie

Sonntag, 25. Juni 2017

Zwischenbericht


Ganz allein in Griechenland

Heute Thassos

Liebe Freunde und Leser!

Lang ist es her, dass ich hier war , zuletzt mit den Morgengedanken.
 
Nun möchte ich mich doch wieder einmal melden. Leider warte ich immer noch auf den Bericht aus Athen. Es muss wohl schon etwas sehr besonderes sein, was da in mir steckt, aber ich bin guter Hoffnung. Etwas schwach, aber zuversichtlich. Und gestern wollte ich es wissen, habe mich stark gemacht und bin nach Thassos aufgebrochen.

Also erst mal mit Taxe runter zu Ktel, Busbahnhof. Überlandbus nach Kavala. Herrliche Fahrt, die ich immer wieder genieße und vollklimatisiert. Kavala ist eine wunderschöne Stadt. Mich fasziniert schon immer bereits der Anblick von oben über die Stadt und das Meer, der sich einem plötzlich auftut. Und dann die Serpentinen hinunter, inmitten der z.T. in den Fels hinein gehauenen Häuser. Und diese Treppen und Gärtchen dazwischen! Nun ja, wohnen möchte ich da nicht.
Dann Busbahnhof umsteigen, guter Anschluß, nach Keramoti. Dort wartete schon die Fähre. Verkehrt alle 15 Minuten!!

Wunderschöne Überfahrt. Bewundere immer wieder den eleganten Flug der Möven und genoss den Fahrtwind im Gesicht bei immerhin 36°.

In Limenas angekommen, blieb dann allerdings nicht mehr viel Zeit, den Ort zu erkunden. Und so beschloss ich, es für diesmal bei einem guten Essen bewenden zu lassen , das nächste Mal aber früher auf zu brechen. Immerhin betragen die Fahrzeiten nach Kavala und Keramoti jeweils eine ganze Stunde.

Hab dann auch genau das gefunden, wonach ich suchte, und bei einer herrlichen gemischten Fischplatte, gegrillten Auberginen... mit der besonderen Knoblauchsoße (wie unser Kartoffelbrei nur dünner und mit viel, viel Knoblauch drinne)... ließ ich es mir bei einer Flasche ( natürlich!) Retsina so richtig gut gehen.

Im Hafen wartete schon die nächste Fähre.

Zurück in Keramoti erlebte ich dann allerdings eine Zitterpartie, da ich mir nicht gemerkt hatte, wo der Bus hielt. Ich fragte einen Ordner und wurde zu einem "stasi" (Stopp) geschickt. Allerdings konnte ich mir nicht erklären, dass ich der einzige Fahrgast von allen Fährgästen nach Kavala sein  sollte. Zwar wurde ich von einem Einheimischen lieb vertröstet und unterhalten, als aber dann tatsächlich der Bus auftauchte und der Busfahrer meine Frage nach Kavala bejahte, war ich doch am Aufatmen.

Der Anschluß in Kavala ließ nur eine halbe Stunde auf sich warten und Punkt 19:30 war ich wieder am Ktel in Drama und husch mit Taxe wieder auf meinen Berg.

Es war ein sehr schöner, wenn auch für mich etwas anstrengender Tag und ich werde ihn mit etwas mehr Zeitvorgabe ganz gewiss wiederholen.

Zu überlegen ist auch, ob ich es nicht das nächste Mal mit der Zollfähre direkt von Kavala aus versuche. Das ist zwar nicht mehr die aktuelle Verbindung, und sie dauert wesentlich länger,  nämlich 1 1/4 Stunden. Aber man spart sich den Weg über Keramoti. Und wer gerne auf dem Wasser ist......


Mit der Fähre nach Thassos


Im Fahrtwind

Thassos voraus


Überall Oh! Leander!

 

Lecker Fresschen

Schöne Stimmung



Bildunterschrift hinzufügen
Supermoderne Fähre in Stromlinienform