Hey du, ein liebes Hallo! Freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hübsch wäre, wenn dir meine Einstellungen gefielen, wunderschön, wenn sie ein Lächeln, Schmunzeln, oder gar eine kleine Freude und paar gute Gedanken hinterließen.
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Sonntag, 23. April 2017

Morgengedanken,nur ein Versuch



Morgengedanken

nur ein Versuch




Liebe Freunde und Leser, viel Zeit ist vergangen und weder Morgengedanken noch Monatsmärchen sind erschienen. 

Nun will ich es wenigstens mit den Morgengedanken versuchen.
Da sitze ich also wieder, mit dem altvertrauten Blick in einen endlich wieder blauen Himmel. Ja, auch Griechenland ist zur Zeit kalt und grau gewesen. Das kälteste Osterfest seit Jahren.

Auch meine Zeit war nicht zur Freude geschaffen. 

Das neue Jahr hat mir seit Beginn drei Klinikaufenthalte, zweie in der Uniklinik in Thessaloniki, beschert, mit mehreren kleinen Biopsien und letztendlich einer Op und offenen Biopsie. Und dann wieder und wieder warten.

Die Therapien mit hochdosierten wochenlangen Antibiotika-  und Cortisoninfusionen machen sich inzwischen sehr unschön bemerkbar und ich hangele mich mühselig von Tag zu Tag, bin total am Ende, ohne Kraft, ohne Mumm. Ein Zustand, mit dem ich einfach so nicht zurecht komme. Es gab beileibe viele dunkle Momente in meinem Leben, aber irgendwas ging trotzdem immer. Jetzt geht nichts mehr. Nur die Gedanken, die kreisen und kreisen und das Warten. Und ich versuche es mit meiner alten Taktik, dass ja noch gar nichts bewiesen ist und ich also getrost abwarten kann, bis..... Aber auch die trägt zur Zeit nicht.

Gestern nun, hielt ich es nicht mehr aus und rief meinen Enkel, z. Zt. noch am dortigen Krankenhaus im Bereitschaftsdienst, wo er auch immer wieder liebevoll nach mir schaute, an. Er wollte sich um das Ergebnis kümmern und es mir bei Vorliegen übermitteln.

Nun , das Ergebnis lag seit Dienstag vor, hätte aber eine größere Konferenz ergeben und sei anschließend per Kurier an die Uni Athen gegangen....etwas sehr Seltenes und Seltsames ...und der ursprüngliche Verdacht immer noch im Raum.

Erst hab ich mal Rotz und Wasser geheult. Es ging nicht anders. Und dann kamen die Fragen. Und deswegen schreibe ich das hier auch auf.

Ich dachte immer , ich sei gläubig. Und so, wie ich meinen Gott hatte, bin ich mit ihm durch alle Fährnisse meines Lebens gekommen ( nur mal so: 21 OP´s insgesamt, lach, weil immer volles Risiko). Und nun?

Ich erinnere mich an eine Situation mit meiner Tochter, die war so fast unerträglich grausam und jede Andere wäre vielleicht daran zerbrochen. Ich habe meine Tochter nicht einmal weinen gesehen. Sie glaubte.

Also, wie ist das jetzt mit mir? Wo stehe ich jetzt mit meinem Glauben? Wenn ich doch glaube, bin ich doch in besten Händen.
Dann darf ich doch hoffen und dann kann ich mir den Rotz von der Backe streichen und das Selbstmitleid zum Kuckuck wünschen. Dann kommt, wie es kommt und Er wird mir dann auch die nötige Kraft zum Tragen geben, das tat Er bisher immer.

So werde ich nun versuchen , mit Anstand auf das Ergebnis aus Athen zu warten....und mich im Glauben zu üben. Und ich werde versuchen, das Wort "Gottvertrauen" neu für mich zu definieren.


Und, ist das jetzt ein Omen? Aber nachdem ich mir de Augen blank gewischt habe, sehe ich gegenüber die Akazien und sie sind erblüht. In den nächsten Tagen werden ihre schweren Duftschwaden durch die Wohnung streichen, was ich sehr liebe.