Hey du, ein liebes Hallo! Freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hübsch wäre, wenn dir meine Einstellungen gefielen, wunderschön, wenn sie ein Lächeln, Schmunzeln, oder gar eine kleine Freude und paar gute Gedanken hinterließen.
Selber würde ich mich über jeden Kommentar freuen . Und nun viel Spaß beim Lesen

Samstag, 28. Januar 2017

Morgengedanken









Morgengedanken






 Hallo Ihr da draußen,

seid gegrüßt in Nah und Fern. Nun ja, eher fern, denn mindestens 1500 Km trennen uns voneinander.

Draußen ist ein wunderschöner Morgen herauf gezogen. Sonnig, aber kalt . Die Sonne steht hoch im Osten über Philippi und scheint durch die hintere Tür. Vor meinem Blick, schräg gegenüber im Westen, bescheint sie ein langgestrecktes Haus. Die Fenster reflektieren ihre Strahlen und werfen sie direkt hier auf meinen Frühstücksplatz. Ich sitze voll umfangen in diesem Licht.

Ich- sitze - im - Licht.

Ich sitze im Licht. Diesen Satz will ich mir auf der Zunge zergehen lassen und ich will in diesen Tagen danach handeln. Bis....

Mein Leben hat sich in eben diesen letzten Tagen etwas geändert. Es fing genau am ersten Tag dieses Jahres an. Da ging ich hinüber in die Ambulanz des nahe gelegenen General Hospital. Mit modisch hübsch bis unter die Nasenspitze geschlungenem Schal, damit mein Schiefhals mit den Hamsterbäckchen schön versteckt wäre..

 Man sagte mir, da bestünde Handlungsbedarf, aber der entsprechende Arzt sei noch im Urlaub. Nun, ich hatte eh schon gewartet , da könnte ich auch jetzt noch die paar Tage warten. Aber mein Zustand verschlechterte sich sehr und als es dann endlich soweit war, dass ich wieder hinüber ging,  behielten sie mich gleich da und steckten mich sofort an den Tropf.

Da lag ich nun Tag und Nacht eine Woche lang unter schwerem Geschütz und hatte das Gefühl, sie pumpten die ganze Wasserblase, auf der Drama liegt, in mich hinein. Unter dem Antibiotika geschah nichts. Dann folgte ein Kopf CT und noch am selben Abend begannen sie zusätzlich mit Cortisoninfusionen. Und arbeiteten einen Plan aus, wie weiter vorzugehen sei. Pathologe, Serotologe, weitere spezielle Blutuntersuchungen ,etc.

 Das würde dauern. Ich entließ mich selbst. Die Cortisontherapie konnte ich auch zu Hause streng nach Plan oral fort führen und schon drei Tage später hatte ich einen Termin bei einem Prof. von der Uni in Alexandropolis, der auch hier in Drama praktiziert.

Der untersuchte nur kurz sämtliche Lymphknoten,, auch am Körper, und sprach dann viel. In meiner Verwirrtheit, Griechisch , Englisch,  Deutsch, hörte ich immer wieder das Wort Lymphoma, dachte , nun ja, ich weiß, dass ich eine Lymphkrankheit habe. Erst als ich Chemotherapie hörte, wurde ich hellhörig: You mean it´s a Cancer?

Tja, was es nun wirklich ist, werden weitere Untersuchungen zeigen. Sie werden mir ein zwei Knoten entnehmen, umliegendes Halsgewebe entfernen und eine Biopsie machen. Am 1.2. werden sie mit einem weiteren CT des Bauchraumes beginnen und dann wird sich eines ans andere fügen.

Bis dahin werde ich meine Tage genießen. Zuerst war ich schon recht ängstlich, schwankte zwischen Panikattacken und Quatsch- sowas - bekommen - doch -nur- andere. Dann entschloß ich mich für letzteres und dass ich nicht gewillt bin, jetzt in Histerie aus zu brechen. Es ist nur der Verdacht. Heulen und Zähneklappern kann ich, wenn es  wirklich dann so wäre.

Alles ist offen. Und das eigentlich ist, was ich sagen will. Wir machen uns Tag für Tag soviele unnütze Gedanken im Voraus. Das ist bei vielen Dingen auch notwendig. In Terminsachen, Geldangelegenheiten, Urlaubsplanung,etc. Aber was soll ich mich heute darum kümmern, was der Tag mir übermorgen bringen wird, wenn ich doch den heutigen leben kann. Gut leben kann. Muss ich heute unbedingt mir Sorgen machen, was übermorgen sein wird? Muss ich das? Ich kann vorsorgen, meine Tasche packen, meine Rechnungen bezahlen, mein Katerchen versorgen. Aber mir ernsthaft nun Sorgen zu machen, bevor sie real sind?

Nö! Dazu bin ich nicht bereit. Ich werde diese "freien" Tage bis Mittwoch nächster Woche genießen, mich von den Klinikstrapazen erholen, schlafen, schreiben, neue Bücher binden, mit Katerchen auf Vorrat schmusen und lauter schöne Dinge tun.

Ich meine, es gibt Zeit zum Weinen und es gibt Zeit zum Lachen. JETZT ist noch Zeit zum Lachen.  Lassen wir sie uns nicht vergällen durch Sorgen, die uns vielleicht gar nicht treffen wollen. Und es gibt diese Zeiten  mehr, als wir wagen, zu glauben. Nur, meine Freunde, nehmen, nehmen müssen wir sie uns selber. Uns immer wieder einmal dran erinnern, wie schön das Leben ist und wie gut es uns doch geht.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag. Meiner ist es bereits.

Eure Heide Marie

Kommentare:

  1. Hallo Heidrun, das hast Du wunderbares Wesen gut erkannt oder auch schon immer gewußt. Wir leben im Heute. Net im Morgen oder im Übermorgen. Machen wir aus jedem Tag das Beste. Manchmal vergißt man das ♥ Wünsche Dir alles Liebe und Gute und drück Dir schon mal ganz fest sämtliche Daumen. Liebe Grüße ♥ helge

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  2. Einwegspritze?? Hahahaha, Helgelein, bei Auto und Motor nennt man´s.. injection...Jaaa, das passt!! War jetzt ne hübsche Übereraschung.
    Ja schau, wir wissens doch nicht, was uns trifft und wie hopplahopp sowas gehen kannMan muss doch nicht heut schon schwarze Kleider tragen, auf die Gefahr, dass man morgen sterben könnte. Lächel, ein paar gedrückte Daumen tuns doch auch und dafür sank ich dir ganz lieb :-)Bussi :-°

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  3. Dann wollen wir mal die Daumen drücken, dass alles gut wirde. LG Christa

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  4. Heidilein, ja genieß die Zeit. Es kommt eh, wie es kommt. Ich drücke alle Daumen, dass es nichts Doofes ist. Laß Dich drücken, Eva

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