Hey du, ein liebes Hallo! Freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hübsch wäre, wenn dir meine Einstellungen gefielen, wunderschön, wenn sie ein Lächeln, Schmunzeln, oder gar eine kleine Freude und paar gute Gedanken hinterließen.
Selber würde ich mich über jeden Kommentar freuen . Und nun viel Spaß beim Lesen

Sonntag, 1. Januar 2017

Morgengedanken






GGuten MorgenG Deutschland! Prosit Neu Jahr!


Kalimera Griechenland! Poli chronia!









Da sitze ich nun also am ersten Morgen des Neuen Jahres. Mein Blick schweift hinaus in einen blitzblauen Himmel und meine Gedanken gehen mit. 

Das alte Jahr hat sich mit Schnee, Frost und Raureif verabschiedet, Tags zuvor mit heftigen Sturmböen vom nahen Gebirge herunter. Es hat sich eigentlich recht grimmig verabschiedet und ich überlegte, wie i c h es verlassen wollte. 

Als ich gestern hier saß und auf diese weiß verschneite und jedes Ästchen  bereifte Wunderwelt blickte, überkam mich ein solch gutes heimatliches Wintergefühl und ich begann, mich auf das neue Jahr zu freuen. Gut, ich würde es mutterseelenallein begrüßen und mein Gesundheitszustand war gerade nicht erfreulich. Aber ich war frohgemut und entschlossen, es mir angenehm und schön zu machen.

Ich bereitete mir ein schönes Essen, Punsch, und stellte die beiden Berliner Pfannekuchen bereit, die ich für mich zurück behielt. Alle anderen gab ich Charikleia und Ilias mit, für die ich sie unter anderem gebacken hatte. Sie gehörten zu ihren schönen Deutschlanderinnerungen.
Charikleia weinte fast vor Freude, als ich ihr sagte, geh mal in die Küche, da steht was für dich und als sie dann vor dem Berg Berliner stand.
 Als dann später ihr Sohn noch kam, verdrückte er gleich dreie und ließ mir ausrichten, sie seien phantastisch. Er spricht kein Deutsch.

Dann erneuerte ich die Kerzen in den Leuchtern , nahm mir eine Handarbeit, suchte nach einem netten Film und mit Purzelchen wartete ich entspannt und noch voller Freude über den Besuch der Beiden auf das neue Jahr.

Als es soweit war, ging ich mit  Katerchen  hinaus auf den Balkon, um es zu begrüßen.
Und da kam schon die erste Überraschung: sie böllerten nicht. Alles still, kein Mensch auf der Straße und ein sternenklarer Himmel. Mit Purzelchen auf dem Arm schaute ich hinauf und grüßte Wolf und Gerdalein (meinen Mann und meine Freundin) mit dem Gedicht, das mir in genau dem gleichen Augenblick vor einem Jahr spontan einfiel:

Der weite Himmel über mir, 
ich schau hinauf ins Blau. 
Ihr seid dort oben irgendwo, 
ich weiß das ganz genau.

Ihr habt´s geschafft, ihr habt es gut. 
Ihr sitzt auf Wolke sieben.
Doch ich steh hier mit kleinem Mut 
und werd´euch weiter lieben.

Dann gingen wir auf einen anderen Balkon, mit Blick auf die Stadt hinunter und da sahen wir dann doch noch ein kleines bescheidenes Feuerwerk , das sie auf der Platia veranstalteten. Es war sehr bescheiden und ich freute mich plötzlich doch daran. Zum Einen, w e i l es bescheiden war, und zum Anderen, weil trotz aller Misere hier, Menschen die Freude nicht vergessen wollten. In Deutschland fand ich es so ätzend, dass in dieser einen Nacht Millionen in den Himmel geschossen wurden. Was hätte man damit alles bewerkstelligen können! Hätte nicht ein freundliches Glas Sekt  mit dem Nachbarn und ein zwei Wunderkerzen oder auch Leuchtraketen, gereicht, das Neue Jahr draußen zu begrüßen?
In meiner Heimatstadt legte sich ab Mitternacht eine giftige undurchdringbare Dunstglocke über die Straßen und Plätze und stinkender Schwefelhauch zog durch die Luft und nahm mir den Atem. Nein, das mochte ich damals nicht und das mag ich heute nicht.

So also kam ich mit Purzel und den Gedanken an all meine Lieben in Deutschland...und im Himmel...
ja, zwar allein, aber doch frohgemut in dies neue 2017 hinüber.


Während ich nun hier sitze, haben Wolken den Himmel bezogen. Ich denke , es ist wie im Leben. Gerade noch ist alles eitel Sonnenschein und im nächsten Augenblick alles verändert und Wolken trüben den Blick...

Wir wünschen uns Glück. An Weihnachten, zum Geburtstag, an allen möglichen Festtagen und ganz besonders zur Jahreswende. Aber erwarten wir das wirklich? Oder lassen wir es schleifen und warten ab, ob Glück trifft. Tun wir ernsthaft etwas dazu? Glücklich zu machen, oder selber glücklich zu sein? Oder sind es nur Worte, oberflächlich in den Wind gesprochen?
Und wie ist das mit den guten Gedanken, deren wir uns gegenseitig versichern? Glauben wir an deren Kraft? Und wenn, worinnen besteht diese Kraft?
 Ich glaube, es kommt dabei darauf an, was man will, und auf Wahrhaftigkeit. Bei den Wünschen, wie bei den Gedanken. Sende ich Wünsche und Gedanken, um meine Schuldigkeit getan zu haben und mein eigenes Gewissen schlafen zu legen? Dann kann ich das auch bleiben lassen.  Das bringt dem Anderen nichts und mir auch nicht. Aber tu ich es aufrichtig und aus vollem Herzen, dann beschäftige ich mich wirklich mit dessen Not, Glück oder Anliegen. Ich werde nach Abhilfe und Rat suchen. Oder nur einer kleinen Geste der Freundlichkeit. Was ihm in diesem bestimmten Moment vielleicht auch noch nicht hilft.
Aber wenn ich ihm das nächste Mal begegne, werde ich ihm ganz anders begegnen. Denn er war tief innig in meinen guten Wünschen  und Gedanken und damit auf dem Weg in mein Herz. Da wirkt jene Kraft. Diese Herzlichkeit wird mich für immer mit ihm verbinden. Und ist es nicht gerade diese tief empfundene Herzlichkeit, die uns an manchen Tagen fehlt und uns an anderen
so glücklich macht?

Abendgedanken

Soweit kam ich heute morgen.

Dann besuchte mich mein Enkel, schon auf dem Rückweg nach Thessaloniki " Omi, ich habe gar nicht viel Zeit und ich muss auch gleich wieder gehen", sagte er, aber er kam.  Kurz nachdem er fort war, holte mich Sophia mit ihrer Familie nach Ambalakia, wo es wieder sehr schön war.

Jetzt, spät abends, komme ich erst aus dem Nosokomio, Generalhospital.  Charikleia bestand darauf und kutschierte mich direkt in die Ambulanz.

Wie immer an Feiertagen, war dort wahnsinnig viel los und es herrschte düsteres Schweigen, nur immer wieder von unserem verhaltenen Lachen unterbrochen. Wir nützten die Zeit und erzählten uns fröhliche Storrys und Begebenheiten von den Kindern und hinterfragten, ob unsere Erziehung wohl richtig oder falsch für sie war. Verlassen habe ich das Krankenhaus mit zwei Spritzen, einem Rezept und dem ersten Termin in diesem Jahr, ich muss zum Chirurgen.

Ja,  nun sitze ich wieder  hier und bitte um Verzeihung, weil ich meine Morgengedanken nicht mehr rechtzeitig einstellen konnte. Was ich nun gleich nachholen will, damit sie wenigsten morgen früh bei euch sind.

Aber noch ein, zwei Sätze zur Herzlichkeit. Sie ist gerade in unseren Tagen so wichtig. Und kostet dennoch nichts, es sei denn, ein Lächeln.  Könnten wir denn nicht jeden Tag jemandem ein Lächeln schenken?
Und sei es an manchen Tagen uns selbst im Spiegel.












Kommentare:

  1. Heidilein, schön geschrieben! Gut, dass Du beim Arzt warst. Gute Besserung!
    Alles Liebe Eva

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  2. Ja du bist ja auch noch wach! ooch es geht mir nicht so schlecht, muss halt wieder mal unters Messer, aber vielleicht können sie es auch punktieren. Is dann meine 21OP!!! Lach, würde man all meine Narben gut sichtbar machen, sähe ich aus, wie ein x mal geflickter Teddybär. Liebdrück Heidi

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  3. Alles Gute und ein Lächeln schicke ich rüber!Schöne und gute Gedanken hast Du, herzlichst, Klärchen

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  4. Danke, Liebklärchen, besonders für das Lächeln. Liebdrück Heidi

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