Hey du, ein liebes Hallo! Freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hübsch wäre, wenn dir meine Einstellungen gefielen, wunderschön, wenn sie ein Lächeln, Schmunzeln, oder gar eine kleine Freude und paar gute Gedanken hinterließen.
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Mittwoch, 11. Januar 2017

Morgengedanken. 11.01.2017



Morgengedanken



Mit einem wettermäßig frostigem, gefühlsmäßig dennoch herzlichem Guten Morgen, grüße ich euch heute. Es ist passiert: Griechenland liegt unter einer geschlossenen Schneedecke. Sogar die Inseln sollen betroffen sein. Man hat mir gesagt, seit 60 Jahren hätte es das nicht mehr gegeben. Ob das so ist, weiß ich nicht, muss es aber wohl glauben.

Gestern hat es den ganzen Tag geschneit. 
Charikleia kam mit gehöriger Verspätung, hatte sich den ganzen Weg von Ambalakia hierher im 2. Gang durchgekämpft. Gegen Mittag haben wir uns dann mutig auf gemacht, meinen monatlichen Großeinkauf zu tätigen und schafften das auch. Aber dem Heimweg von ihr, sahen wir beide etwas ängstlich entgegen, die Straßen waren wieder zu. Es wird hier in der Provinz weder geräumt, noch gestreut, man ist hier für so etwas einfach nicht vorbereitet.

Nun sitze ich also wieder hier und schaue in diese doch eigentlich so schöne Winterwelt hinaus, die so heimatlich anmutet. Ich bin vorhin von Balkon zu Balkon gewandert, um nach irgendwelchen Lebenszeichen meiner Umwelt zu suchen. Die Welt scheint still zu stehen: kein Mensch auf der Straße, kein Auto, und selbst den Hunden scheint es die Lust am Bellen  verschlagen zu haben. Ab und zu kommt ein Rabe geflogen, setzt sich auf einen der Telefondrähte. Dann rieselt da etwas Schnee herab. Der Vogel erhebt sich, fliegt davon. Wieder rieselt Schnee. Und das war dann auch schon das einzige Zeichen von Leben da draußen.

Eigentlich ist heute unten in der Stadt wie jeden Donnerstag Bazaari, Markt. Ich verschwende nicht mal einen Gedanken daran, runter zu fahren, überlege mir eher, wie er wohl bestückt sein wird. Konnten die Händler ihre Anwege schaffen , und wenn , wie. Sie tun mir leid, aber c´est la vie.
Und ich denke überhaupt an die Menschen da draußen. Viele Dörfer sollen abgeschnitten sein. Und ich denke an die Ärmsten der Armen, deren es hier immer mehr gibt. Das Sozialsystem hier ist zum K...., das heißt, es gibt hier ja absolut gar keins. Wo also sind sie? Haben sie eine Bleibe? Haben sie zu essen? Haben sie warm? 

Wir haben seit Tagen Minusgrade und als gestern die Heizung nicht ansprang, reagierte ich leicht panisch, zumal diese weitläufige Wohnung ohnehin schwer warm zu bekommen ist, die Heizungskosten immens hoch sind und ich zu sparen versuche. Der Winter hat hier erst richtig angefangen und schon sind es mehrere hundert Euro. Ich gedenke , es mir in warmem Strickzeug und immer einer heißen Kanne Tees auf dem Stövchen, recht gemütlich zu machen. Und das klappt auch.

 Aber diese Menschen da draußen, die das alles nicht haben! Unlängst schrieb ich an gleicher Stelle von "Guten Gedanken" Die nützen denen nicht. Und ob Jener da Oben ihnen hilft? Fast schäme ich mich, um die kleinen Dinge des Alltags zu bitten...um unser täglich Brot....das wir so selbstverständlich hin nehmen. Nein, nichts ist selbstverständlich. Bereits morgen kann alles ganz anders sein und ich für mich habe mir vorgenommen, in Zukunft etwas dankbarer mit meinem Schicksal um zugehen. Wir wissen doch oft gar nicht mehr, wie gut es uns geht. Wir denken nur an das , was uns fehlt, nicht an das, was wir  v e r l i e r e n  können. Und ich denke mal, Letzteres auf die Waagschale geworfen, würde allemal überwiegen.

So will ich für mich selbst also doch etwas dankbarer sein. Zumal ich neulich irgend wo etwas Hübsches gelesen habe, was ich als  eine Super-Option an euch weitergeben möchte:

Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich.

In diesem Sinne wünsche ich euch nun einen guten Wintertag, macht was Hübsches aus ihm.

Eure  Heide Marie




Kommentare:

  1. Liebe Heidi, das vermutet man für Griechenland überhaupt nicht. Und wenn Heizen so teuer ist, reißt das schon ein Loch ins Budget.Hoffe, der Frühling kommt bald zu Euch, Liebe Grüße Eva

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  2. Liebe Heidi,
    hoffentlich ist es bei Euch inzwischen wieder wärmer geworden!
    Wir machen uns hier keine Gedanken - wir sind ja daran gewöhnt, dass es im Winter kalt ist, und auch, dass es schneit. Glücklicherweise müssen wir wenigstens nicht an der Heizung sparen. Schon alleine DAS ist ein Grund, dankbar zu sein!
    Übrigens: "Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich" ist schon seit Jahren mein Wahlspruch. Auch wenn ich es nicht immer schaffe, ihn zu beherzigen ...
    Liebe Grüße
    Christine

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