Hey du, ein liebes Hallo! Freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hübsch wäre, wenn dir meine Einstellungen gefielen, wunderschön, wenn sie ein Lächeln, Schmunzeln, oder gar eine kleine Freude und paar gute Gedanken hinterließen.
Selber würde ich mich über jeden Kommentar freuen . Und nun viel Spaß beim Lesen

Sonntag, 8. Januar 2017

Eine Liebesgeschichte








Vier Kalenderblätter






1998

Menschen, überall Menschen
dazwischen du und ich
zwischen gestern und morgen das Heute
neben mir du, neben dir ich

Du gehst an meiner Seite
und bist unendlich weit weg
Das Gestern verbietet das Heute
Das Morgen erscheint ohne Zweck

An deiner Seite allein zu sein
tut so unendlich weh
und verzweifelt such ich immer
wieder deine Näh
´
Kannst mir deine Hand nicht geben
bist in Gedanken bei ihr
Wie dürft´ich da wagen zu sagen
mein Leben und all meine Liebe
gehören doch immer nur dir






2002



Warum darf ich nicht fragen
frage nur wozu
Wozu alles wagen
wenn nicht am Ende du-

Hab geduldet, hab gestritten
wollte doch nur dich
Schließlich in des Lebens Mitten
da verlor ich mich

Hab dich nie ganz besessen
hab dich doch ganz verlorn
du wolltest nicht vergessen
ich bin an dir erfrorn

So bin ich nun am Ende
zerbrochen der Hoffnung Schild
Sieh meine leeren Hände
wo dennoch Liebe draus quillt.




Ohne Datum


Nun ist es doch geschehen
sie hat dich fort geschickt
Nun wird nicht weiter gehen
Was dich hat so beglückt

Du glaubtest nochmal an die Liebe
an die Liebe, oder an sie?
Sie wollte mit dir ja nur spielen
Deine Liebe wollte sie nie

Sie spielte ihr Spiel und sie spielte es gut
doch du, mein Lieb, warst nicht auf der Hut
Du wolltest Böses nicht denken
dein ganzes Herz ihr nur schenken

Nun schickt sie dich fort, ich sah deinen Schmerz
Sie kannte kein Erbarmen
Da brach auch beinah mir das Herz:
du weintest in m e i n e n Armen




2012 
Nachruf

An G. Th.

Sei froh, dass ich nicht hassen kann,
ich schlüge dich mit deinen Waffen,
mit denen du an meinem Mann
solch Unheil hast geschaffen

Er suchte Ruhe, suchte Frieden
in Waldes Einsamkeit
und Heilung für uns beide.
Es war uns nicht beschieden.

Durch dich-

Du stelltest dich frech zwischen uns,
wolltest dein Mütchen wohl kühlen.
Du sprachst von - Panzer knacken-
Du wolltest mit ihm doch nur spielen.

Im lauschigen Tann warfst du dich ihm an,
wichest nicht mehr von seiner Seite.
Du spanntest um ihn Dein Spinnennetz,
War er Dir leichte Beute?

Du suchtest Bestätigung, brauchtest den Kick
und musstest doch eigentlich wissen,
dass Schalentierchen, deren Panzer man knackt,
ganz jämmerlich sterben müssen-

Doch deiner Eitelkeit war das egal;
du fingst ihn dir ein mit Liebesschwüren,
mit Worten von Sehnsucht und Abschiedsqual,
von -Perlentränchen- und -Trostbreimahl-
und fingst ihn mit goldenen Schnüren.

Du fandest es gut, du fandest es schick
in deinem Selbstfindungswahne-
Doch Perlentränchen weinte ich nicht,
ich weinte Ozeane.

Sein Fehler war, erglaubte dir
zu gerne deine Lügen.
Du tatest damit nicht nur ihn,
auch deinen Mann betrügen

Hast du nur einmal je bedacht
- nein, so sensibel warst du nicht -
was Willkür solchem Herzen macht,
dass es vielleicht zerbricht.

Ich wusste, du nicht, wenn ein solcher Geist
im Anderen sich gänzlich verliert,
all seine Prinzipien dafür aufgibt und sieht, das war sie nicht wert,
seinen eigenenTod gebiert.

Du wolltest ihn haben. Er gab sich dir ganz.
Doch das war dir dann zuviel.
Sehr schnell hast du ihn abserviert,
er passte nicht mehr in dein Spiel.

Nun ist er tot, du nahmst ihn mir. Was bleib, sind deine Briefe.
Die könnte ich jetzt böse nützen.
Wovor sollte ich dich auch noch schützen?
Dir nicht tun gerade so weh?

Sei froh, dass ich nicht hassen kann.
Gern schlüg ich dich mit Deinen Waffen.
Doch mein ist die Liebe. Und er war mein Mann.
Deswegen kann ich es nicht schaffen.


© H. M. Kalitta

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