Hey du, ein liebes Hallo! Freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hübsch wäre, wenn dir meine Einstellungen gefielen, wunderschön, wenn sie ein Lächeln, Schmunzeln, oder gar eine kleine Freude und paar gute Gedanken hinterließen.
Selber würde ich mich über jeden Kommentar freuen . Und nun viel Spaß beim Lesen

Donnerstag, 1. September 2016



Septembermärchen



Arme Wegewarte





Es waren erst ein paar Tage in seine Ewigkeit geflossen, seit der liebe Gott seine Erde für uns so wunderbar gestaltet hatte, und da ja vor ihm tausend Jahre als ein Tag sind, krabbelten auch schon Menschlein überall auf ihr herum. Es ist für die Verfechter der Evolutionstheorie ja ausgeschlossen, dass das mit den sieben Tagen geklappt haben soll. Und selbst treue Christen, die ja auch mal die Schulbank gedrückt und dort Naturkundeunterricht hatten, glauben eher an den Schöpfer als an den Zeit- und Wahrheitsgehalt seiner Schöpfung.
Ich selber denke, wenn das mit den Tausend Jahren vor ihm als ein Tag so geschrieben steht, so kann der Schreiber das als ein Gleichnis gemeint haben, und tausend Jahre schienen ihm lang genug. Es können aber eben so gut auch mehrerere tausend Jahre gewesen sein. Na.bitte! Dann stimmt ja alles wieder!

Vor langer, langer Zeit kam der Liebe Gott dann selber einmal aus seinem Himmel herab gestiegen. Den hatten die Menschen ihm zugebilligt. Schon damals dachte man, dass solch ein uns unbegreifliches Wesen, solch eine Größe, eben auch viel Raum für sich brauche. Und bis heute hat auch niemand ihn je gesehen und erfahren, wo genau er sich dort aufhält.

Er wollte einfach mal sehen, wie das hier unten so ablief. Aus seinen erhabenen Höhen schien ihn unser Gerenne und Gestrampel manchmal eher zu amusieren, zumal er ja schon immer wusste, wie was im Endeffekt ausgehen würde.

Und natürlich kam er inkognito. Das macht er bis heute . Wenn wir von Zufall sprechen, oder gar kleinen Wundern, da war er mal wieder inkognito unterwegs.

Nun, er zog also gemächlich hier seiner Wege, durch Felder, Auen, Wiesen und Täler und er freute sich an seiner lieben Natur. Manches kam ihm zwar verändert vor. Manches Pflänzchen meinte er zwar noch in seiner Urform zu erkennen, aber manchmal kratzte er sich doch nachdenklich hinterm Ohr.

Jedoch, er war zufrieden. Er wußte , er hatte seiner Natur damals soviel Potential an Flexibilität, Phantasie und Selbsterhaltungstrieb mitgegeben, dass sie noch existieren würde , wenn des Menschen Wille den Menschen selbst schon lang vernichtet hätte. Seit dem Sündenfall traute er dem schon einiges in dieser Richtung zu., Schließlich hatten die allerersten Beiden sich bereits aus dem so wohlgemeinten Paradise katapultiert.

Und gedankenvoll ging er auch durch die Städte,

Was er allerdings hier zu sehen und zu hören bekam, bereitete ihm doch große Sorgen.

Warum mussten die Menschen so viel arbeiten, sie besaßen doch schon alles. Warum waren die Mütter nicht bei ihren Kindern. So hatte er das einmal ersonnen, Vater, Mutter, Kinder. Warum sprachen die Leute nicht mehr direkt und durch solche Kästchen mit einander? Und wenn sie das taten, was dabei heraus kam.!Du lieber!!! Ich Er dachte an die Zeit der Babylonischen Sprachverwirrung und lächelte insgeheim etwas. Lang, lang war´s her. Er hatte ja jedem Volk seine eigene Sprache gegeben und die verstand er auch. Aber was er nun hier erlebte!

Was man landläufig so sagte, das tat er nun wortwörtlich, er schaute den Leuten auf´s Maul. Es waren jüngere. Die brachten zwar Worte und Töne hervor, aber verstehen tat er nur Bahnhof. Nein nicht mal das . Bahnhof hätte er ja noch verstanden. Aber wie die sich zum Teil unterhielten, das greenzte manchmal schon fast an Beleidigungung und Körperverletzung. . Mehr belustigt , als überrascht, fuhr er sich durch den Bart. Von wegen Babylon, diesmal schien er der Gelackmeierte zu sein und milde lächelnd zog er weiter.

Unterwegs geriet er dann doch noch ernsthaft ins Nachdenken. Was er so alles gesehen hatte an Menschenwerk, das war nun wirklich verblüffend. Da war das Rad, Dieses Ding, in ganz groß oder ganz klein, in dick oder dünn, in den verschiedensten Materialien, steckte wirklich überall drinnen und kam überall zum Einsatz. Es schien die Feder jeden Antriebs, jeden Fortkommens zu sein. Offensichtlich aber diente es erst mal zur Fortbewegung. Ob ein-, zwei-, oder vierfach bereift.

Er grübelte, während er aus der Stadt heraus wanderte, warum er damals nicht selber darauf gekommen war. Im Nachhinein schien ihm das jetzt undenkbar. Beine hatte er damals dafür, zumindest bei Mensch und Tier, vollkommen als geeignet empfunden. Und er beschloß, dass wenn er jemals eine Neue Schöpfung bewerkstelligen müsse, er den neuen Menschen gleich mit Rädern plane.

Inzwischen ging es auf Mittag zu. Die Sonne stach vom Himmel.

Und auch da werde ich etwas machen müssen. So wie in diesem Jahr geht das nicht weiter . Den einen scheint sie zu wenig, die anderen verschmachten unter ihren Strahlen. Miittag und Nachmittag vergingen, und unser Weltenvater wanderte noch immer in Gedanken dahin. Vieles , sehr vieles gab es zu Bedenken. Vieles , sehr vieles verdross ihn auch und schließlich wurde er müde.

Auch drückten ihn nun hier auf irdischem Gelände seine alten Tage, ähm, Jahrtausende. Ja klar, hier auf Erden schwebte man nunmal nicht auf Wolken!Er fühlte sich matt und erschöpft, beneidete beinahe die Menschen um die Räder und seine Engel um ihre Flügel.

Engel, ein Engel! Schau, schau! Ja, da schau her!

Da vorne, gleich am Anfang eines kleinen Dorfes ein kleines Haus. Davor ein Engel. Natürlich war es kein Engel.

Das sah der Herr selber sofort. Schließlich und endlich war er für seine Weitsichtigkeit, nicht nur in zukünftigen Sachen, sondern ganz profan in die Weite bekannt. Schließlich erkannte er ja vom Himmel herab das kleinste Tierchen.

Aber dieses Mädchen war so wunderschön an Wuchs und Aussehen, dass es ihm wie einer seiner himmlischen Wesen dünkte und eifrig und freudig lief er auf es zu.

Das Mädchen stand müßig am Gartenzaun. Und der Herr fragte sich schon , ob sie ihn erwartete, konnte sich aber nicht daran erinnern, ob er insgeheim wieder etwas angezettelt hatte. Nichts desto trotz hoffte er auf ein einfaches Nachtlager, oder zumindest doch ein einfaches Mahl. Er war ja selbstverständlich nur mit einem Wanderstab aufgebrochen. Was brauchte er mehr?















Staubig , müde, etwas ärmlich in seiner irdischen Tracht anmutend, stand er nun vor dem Mädchen. Das beachtete ihn erst gar nicht, meinte wohl, einen Bettler vor sich zu haben.

Aber dann hob es die Augen auf und er dachte „oh, mein Ich! Ob die weiß, dass sie sie von mir bekam?“ Diese Augenwaren von einer Schönheit und einer Farbe, wie nur er sie erschaffen haben konnte. Ein Blau und doch nicht blau, ein Violett und doch nicht violett, vielleicht helllilablassblau. Und immernoch hoffte er auf wenigstens ein freundliches Wort. Mit brüchiger Stimme bat er endlich um einen Schluck Wasser und fuhr zusammen, als es mit dem Arm hinter sich deutete und barsch „da hinten , die Tränke“ hervorstieß.

Da wurde unser Herrgott so richtig traurig.

Es ist nicht immer gut, was schön ist und nicht immer ist das auch drinnen, was drauf steht. Sonst müsste sie ein Herz aus Gold gehabt haben. Bei ihm gab es nur eine Wahrheit  bei uns so viele ,wie es Menschen gibt.Tja, wir Menschen wissen das, ER ht, wie sollte er auch, da oben im Himmel, wo nichts Böses herein kommt.

Nun, sein Durst war gestillt, .aber jetzt lernte er ein ganz neues Gefühl kennen. Er bekam ein ganz profanes menschliches Bedürfnis: Hunger. Und ganz bescheiden bat er um ein Stückchen Brot.

Aber was nun geschah, war fast unglaublich. Das Mädchen baute sich vor dem Herrn auf und begann zu lachen.

Ja , was glaubst du denn? Ich warte und warte schon Stunden auf meinen Verlobten. Und nun ist es gleich Zeit, dass er kommt. Er muß gleich da sein. Du glaubst doch nicht, dass ich gerade jetzt mir die Hände für einen Bettler schmutzig mache. Nein, nein, schau. dass du weiterkommst. Und geh, bevor mein Verlobter dich sieht, damit er nichts Falsches denkt.“

Falsches denkt, Falsches denkt, schoß es dem Lieben Gott da durch den Kopf. Der denkt bereits jetzt schon das Falsche. Der glaubt ja an sein Mädchen und sicherlich , dass sie so lieb ist wie sie aussieht. Sieht in ihr sicher einmal eine gute liebe, treusorgende Frau. Und ist jetzt schon angeschmiert mit ihr. Nein, das da rf nicht sein. Der soll seine Chance haben, noch eine wirklich liebevlle. Frau zu bekommen. Ja, den muss ich doch vor diesem Mädchen retten!Ich muss es tun.

Aber er wollte auch dem Mädchen noch eine Chance geben und bat noch einmal, sie möge ihm dach eine Scheibe Brot geben.

Und wieder lachte ihn dieses hochmütige Ding aus. Sie wolle doch lieber weiter am Weg warten.

Da drehte er sich um und ging still davon. Hinter ihm das Mädchen war verschwunden. Da, wo es gestanden hatte, wuchs nun eine knörrige, störrige, abweisende Blume empor.


Das einzig Schöne an ihr war ihre Farbe, diese wunderartige zartlilablaßblaue Farbe der Augen des Mädchens.

Kommentare:

  1. Heidilein, tolle Geschichte, die könnte wirklich so passiert sein. Ich liebe diese storischen Blumen. Alles Liebe Eva

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  2. Heidilein, tolle Geschichte, die könnte wirklich so passiert sein. Ich liebe diese storischen Blumen. Alles Liebe Eva

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  3. ich mag sie auch, die Farbe ist so was von faszinierend. Evchen gsnz lieben Grüß

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  4. Herzlichen Glückwunsch zum wirklich facettenreich inspirierenden Blog..
    Alles Liebe
    KarlHeinz

    Weiter Glückauf und GutHupf auch von der WortHupferl-Fee

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  5. Dank lieber KarlHeinz. Werde mir Mühe geben, und du, hupf auch munter weiter. Lieben Gruß Heide Marie

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  6. Dank lieber KarlHeinz. Werde mir Mühe geben, und du, hupf auch munter weiter. Lieben Gruß Heide Marie

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