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Donnerstag, 22. September 2016

neues von Tröpfchen Überarbeitung, Tröpfchen in Griechenland






Tröpfchen in Griechenland











Es war eine schöne Zeit mit Tröpfchen in jenem Garten. Aber schließlich musste ich nach Hause zurück kehren. An einen Abschied von Tröpfchen dachte ich überhaupt nicht, zu phantastisch schien mir selbst das Ganze. Ob das nicht eben doch alles geträumt war? Dort in den Stunden Pan´s?

An jene Stunden dachte ich heut gerade.

Hier in Griechenland sind sie ganz wichtiger Bestandteil des Tages. Die Menschen ruhen. Die Hitze ist so groß, dass man kaum viel anderes zu tun vermag. Wer kann, geht ans Meer, hoffend, dass der Abend etwas Abkühlung bringt, wenn das Leben und die Arbeit wieder erwachen und man bis in die Nacht hinein seinem Metier, seiner Beschäftigung nachgeht. Ein Freund beklagte sich einmal bitter : “... und dann sagt man, wir würden nicht arbeiten...“ Das scheint tatsächlich die landläufige Meinung der nördlicheren Industrieländer zu sein. Aber wenn jene Familienväter dort seit Stunden ihrer Freizeitbeschäftigung nachgehen, so geht hier die Arbeit erst richtig los. Die Arbeitszeit beträgt für den , der hat, genau so viele Stunden. Nur der Zyklus ist ein anderer.

Ja, so war ich in Gedanken , trauerte auch ein wenig der Tröpfchen-Zeit und dem Garten nach. Hier hatte ich zwar sechs wunderschöne Balkons und auch etliche Blumen und Pflanzen in Töpfen und Pötten, aber eben keinen Garten mehr

Nun war wieder die Stunde Pan´s , sprich , Siesta und ich genoss in meiner Schaukel die leichte Luftbewegung vom Gebirge her. Wollte eigentlich ans Meer, aber selbst, mich dazu auf zu raffen, schien mir unmöglich und träge hing ich in den Kissen. Die Augen waren geblendet von diesem hellen Licht.

Irgend etwas irritierte mich. Irgend ein Insekt machte sich zwischen meinen Blumen zu schaffen. Oder hatte sich da irgendwie festgeflogen.ja, das muss es gewesen sein, denn plötzlich gab es einen Ruck und wie ein Katapult schnellte eine Ranke der Prachtwinde in die Höhe und ein größeres Insekt wurde gegen die Helle Markise geschleudert und landete von dort direkt in meinem Schoß.

Brrr! Ich erschrak mächtig, kannte ich doch noch nicht all das Krabbelzeug , was es hier so gab. Und nun so ein Großes. Iiih, weg damit.

Aber dann überwog die Neugier und ich schaute doch mal genauer hin. Scheinbar eine Art Libelle, aber übel zugerichtet. Und schon tat das Ding mir leid. Ich klaubte es erst einmal aus den Falten meines Kleides. Die Flügel waren zerknittert, aber nicht beschädigt und dann, dann staunte ich.

Das waren keine Insektenbeine und das war auch überhaupt keine Libelle. Nein, ich fasse es nicht, nein, das kann ich nicht glauben. Allerdings glaube ich, noch zu träumen. Tröpfchen, das ist ja Tröpfchen! Tröpfchen hier, hier in Griechenland. Ich träume.

Und wie es zugerichtet ist!

Komm, schlag doch die Äuglein auf. Und wie auf Befehl, ein abgrundtiefer Seufzer und Augen auf. Ach, war das so wunderschön! Tröpfchen, mein Tröpfchen. In Griechenland!Aber nun mussten wir zuerst sehen, was alles verletzt war.

Wie gut, dass die Markise doch ziemlich weit weg war. So war die Wucht des Aufpralls nicht so groß gewesen und außer den Flügeln waren nur ein paar der Wasser speichernden Hightech- Rockzipfel gerissen, was allerdings Tröpfchen den größten Kummer bereitete. Wie nun sollte es seinen Dienst verrichten?

Ja, also es schlug seine Augen auf und lispelte

Bin ich da?“ und ich:

Wenn du zu mir wolltest, Ja. Aber erzähl doch.

Und es erzählte:

Du warst plötzlich fort. Du warst mein einziger Mensch. Das ist bei uns nicht üblich, mit Menschen Freundschaft zu haben. Geh mal raus such danach, du wirst kaum noch mal so etwas wie uns Beide finden. Das passiert, aber es geschieht sehr , sehr selten. Es gibt immer wieder Zwischenfälle. Die Kinder versuchen uns zu fangen, die Erwachsenen sehen uns meist nicht mehr und sind uns gegenüber unachtsam, nur die Alten, so wie du...“

...“oh Danke!“

...“glauben noch an uns, gestehen es sich aber oft selbst nicht ein. Du bist ein wahrer Glücksfall“.

..“oho, danke!“

Ja, du warst also aus diesem Garten verschwunden . Ich begann , dich zu vermissen, wollte dir doch noch so vieles erzählen. Dann war ich eines Tages dort am Gießen. Da kam die Frau mit einem …...Brief....nennt ihr das wohl.... hinaus in den Garten und gab ihn dem anderen Menschen. Der lachte, dann hörte ich deinen Namen. Als der Mann dann sein Mittagsschläfchen draußen hielt, lief ich hin und schaute nach deinem Absender. Nun hatte ich doch wenigstens schon mal deine Adresse, sah, dass du nach Griechenland zurück gekehrt warst.



Ich wußte, diese Strecke würde ich alleine nicht schaffen und rief sämtliche Reisebüros , bzw. Wetterstationen an. Aber Direktflüge gab es gar keine, und die meisten endeten an den Alpen...“



Reisebüros, Wetterstationen, Direktflüge, Alpen??? Ich verstehe nicht...“



Na ja. Erinnerst du dich noch an die Amsel? Jene,welche mich damals aus dem Matschloch zu ziehen versuchte? Du dachtest, die wolle mich als Libelle verspeisen und dann zogst du mich heraus. Diese Amsel ist eine ganz Liebe ...und Vegetarierin. Ich muß also keine Angst haben. Die hätte mich ja sonst damals gleich auffressen können. Aber außerdem weiß sie ja jetzt, dass ich keine Libelle bin.



Mit ihr habe ich eine nette Bekanntschaft. Und da fragte ich sie...sie kommt ja vielmehr herum als ich...wie ich nach Griechenland kommen könnte. Sie gab mir dann den Rat, es mit einer Wolkenreise zu versuchen und mich bei den Wetterstationen nach Flügen zu erkundigen...“



Ja kannst du denn in solche Höhen hinauf gelangen?“



Ich habe es noch nie versucht, aber ich glaube, eher nicht, es wäre doch zu weit, da hoch zu kommen. Aber auch daran hat die Amsel gedacht. Sie wollte die Lerche , die ja leicht größere Höhen überwindet, bitten , mich da hinauf zu schaffen, als Zubringer, so zu sagen. So haben wir es dann auch gemacht.
Allerdings, Freiburg-Thessaloniki-Drama, illusorisch. Ja und dann, die großen Linien. Kumulus,Amboss und so, die flogen meist nur Kurzstrecken, waren zu überladen und mussten abregnen. Aber nachdem ich erst mal da oben war, bin ich per Anhalter weiter und habe Wolkenhopping gemacht.
In Thessaloniki wurde es schwer. Über die Ebene flog so gut, wie nichts. Weißte, was ich gemacht habe?“

Nö, was denn? Haste vielleicht eine Krähe gechartert?“

Quatsch. Und wenn schon, eine Taube. Nee, ich habe mir das von oben genau angesehen und da habe ich Diese Überlandbusse gesehen und in welche Richtung sie fahren und da bin ich einfach umgestiegen.“

Hier beginnt Tröpfchen vor Stolz zu strahlen.

W a s haste gemacht? Du hast den Überlandbus genommen?“

Ja, klar. Da war ein großes rundes Haus. Da sind die immer raus gekommen.“

Der Busbahnhof. KTEL.“

Da bin ich runter und bin dann beim entsprechenden Bus in den Laderaum geflogen. Du, das war recht angenehm. Der Motor schnurrte, der Bus fuhr sehr ruhig und ich musste nicht wie bei den Wolken damit rechnen, vorzeitig rausgeschmissen zu werden, oder durch die Sitze zu fallen.“

Ja, seit der neuen Autobahn Kavala-Drama- Thessaloniki ist das jetzt besser geworden-“

Und vom KTEL in Drama bin ich das Stück herauf geflogen. Nur hier verließen mich dann bei dieser Hitze alle guten Geister und ich fiel in Deine Blumen. Ja, und da bin ich nun“


Ja, da war es nun . Ein stolzes kleines Elflein. Nun, an den Flügelchen würden wir noch arbeiten müssen.Aber es hatte den Weg geschafft aus dem Land der Dichter und Denker. Ich weiß nicht mal, ob es so etwas auch hier in Griechenland gibt. Oder nur immer diese antiquiierten Götter.

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