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Sonntag, 20. März 2016

So kann´s gehen. Mord...Fortesetzung

                  

So kann´s gehen. Mord...? Fortsetzung

                                               So, da saß er nun. In diesem engen sterilen Raum. Wie hatte das alles nur geschehen können? Was hatte er getan?

Und warum hatte sie dies gefragt? Wie kam sie darauf? Seine Frau umgebracht ! Wie konnte sie nur??? Und - dann hatte er zu fest zugegriffen. Sie war einfach weggesackt.

Er hatte dann versucht, sie in sein Auto zu tragen. Er schaffte es nicht. Rannte, es zu holen. Als er sie dann da liegen sah, leblos im feuchten Moos , stieg Panik in ihm auf. Wie hatte das bloß geschehen können!. Sie musste hier schleunigst weg. Was sollte er tun? Und wie bekam er sie am besten hier weg?

Wie transportierte er sie am Besten? Sollte er sie aufrecht sitzend auf dem Vordersitz anschnallen, oder sie flach auf den Rücksitz legen.
Er entschied sich für letzteres.

Dann preschte er los, so gut das auf dem Waldweg ging. Aber er verfuhr sich. Schweiß stand auf
seiner Stirn. Nahm denn dieser verflixte Wald kein Ende? Er musste da raus. Er musste Land gewinnen. Eile war geboten.

 Er wußte nicht, wie lange er noch umher irrte. Sein Hemd klebte am Rücken , der Kragen schien zu eng und das Blut schien in den Ohren zu rauschen. Er geriet immer mehr in Panik, er, der doch sonst immer so ruhig war. Es war die volle Panik, der blanke Horror. und wieder, hatte er zu ´fest zugegriffen? Er wollte das nicht. Das doch nicht. Eigentlich hatte ihre Frage doch ganz nach Scherz geklungen...

Irgend wann war er auf eine Landstraße gestoßen, hoffte schon, alles bald hinter sich bringen zu können und vorwärts zu kommen. Pech! Er geriet prompt in eine Straßensperre. Zufälle gibt's!

Dann ging alles ganz schnell. Die Polizei escortierte ihn hinten und vorn und mit Blaulicht und Sirene gings in die nächste Stadt. Ihm war schon alles egal, wenn er nur bald aus diesem Albtraum erwachen könnte.

Und nun saß er also hier in diesem stillen Raum. Und er begann nachzudenken. Es hatte alles so gut angefangen, nicht nur die Sache mit Ihr. Schon vor Jahren
.
Er stammte ursprünglich aus kleinen Verhältnissen, kam aus dem Schwäbischen , aus Lalala. Aber er hatte seine Arbeit, die machte ihm Spaß und er hatte eine liebe Frau. So lebte man in gesicherten Verhältnissen und war zufrieden.

Durch seine gute Arbeit brachte er es sogar zu einem kleinen Wohlstand, aber bevor man den genießen konnte, etwa sich eine hübsche Neuanschaffung gönnte, starb die Frau, und alles blieb beim alten. Er lebte in Bescheidenheit weiter. Dann kam die nächste Rezession und er verlor seine Arbeit, seine Firma musste schließen. Es war die schwärzeste Zeit seines Lebens. Damals entstand jenes Foto.

Aber dann ging alles ganz schnell. Eine Tante starb, und vermachte ihm ein Haus. Allerdings weit weg im Bayrischen. Zur gleichen Zeit bekam er eine Menge Antwort auf seine Bewerbungsschreiben. Wie gesagt, er liebte seine Arbeit und er machte sie gut. Und so war er in der Lage, frei entscheiden zu können.

Aber damit nicht genug, das Schicksal setzte noch eins drauf und bescherte ihm einen der neuen Arbeitsplätze justement in aller nächster Nähe des geerbten Hauses. So hatte das Schicksal bereits vor ihm entschieden und so kam er ins Bayrische.

Er hatte dort sehr schnell Fuß gefasst, machte eine steile Karriere und geriet in ganz anderes Fahrwasser. Ja, jetzt genoss er seinen Status und gönnte sich doch schon ab und an ein wenig Luxus. Was auch auf seine Persönlichkeit abfärbte. Sein Auftreten war freundlich und entgegenkommend,
aber bestimmt. Ein Mann, der wusste, was er wollte, ein ganz neuer Mensch.

Nur eines fehlte ihm. Damals , die Zeit mit seiner Frau. Er war nie gerne allein gewesen, hatte es genossen, es nicht mehr zu sein. Und so überkam ihn doch immer öfter eine gewisse Sentimentalität. Nein, er mochte nicht mehr allein sein. Und immer öfter musste er an seine Frau ,d.h. an die Zeit, wo er nicht allein war , denken. Und dann wurde der Wunsch nach einem Menschen so stark, und eine Zärtlichkeit stieg in ihm auf, so vehement, dass er in diesem Moment die ganze Welt hätte an sein Herz nehmen mögen.

In dieser Situation entdeckte er ihr Foto. Das war es. Das war sie. Wie sie ihn ansah, mit einem Lächeln, etwas scheu, etwas schelmisch. Ja was denn nun? Und blitzblanken Augen. Die, wenn er haben könnte! Aber die würde bestimmt viele Zuschriften bekommen und nicht gerade auf ihn warten. Doch versuchen musste er es.

Als sie nicht gleich zurück schrieb, dachte er , naja, war ja klar, so wie sie aussieht....doch dann kam ihre Mail und da wusste er, sie oder keine. und er preschte voraus, viel eiliger als e r
eigentlich wollte.

Dann endlich, er konnte es nicht erwarten, das Date. Wie sie ihm öffnete, wie sie in der Tür stand! Das passte. Da stimmte alles und sein Herz hatte schon entschieden... Und wie sie dann durch den Wald gingen, vergnügt wie Kinder, Hand in Hand, und wie sie ihn anstrahlte , und wie er sie mochte und wie sie sprach und wie er es genoss und, und, und...Und als sie dann noch sagte, ihr sei ganz schwindelig, wahrscheinlich vor Glück! Und wie sie sich dann urplötzlich sich vor ihm aufbaute und schelmisch nach seiner Frau fragte...

Da saß er nun und betrachtete still ihr Gesicht. Und jetzt würde er genau das machen , was ihm vor Stunden nicht gelang. Er legt seine Hände um ihre Schultern, seine Arme auch, zieht sie behutsam hoch...und gerade, als sie ihre Augen aufschlägt, küsst er sie.

In diesem Moment, wie auf Stichwort im Film, klopft es an die Tür, ein Arzt betritt den Raum, sieht die Beiden in ihrer Glückseligkeit und meint fröhlich: " oh, bitte lassen Sie sich nicht stören, ich wollte bloß nach ihr sehen und sagen, alles wird gut. Es waren die Muscheln..."

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