Hey du, ein liebes Hallo! Freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Hübsch wäre, wenn dir meine Einstellungen gefielen, wunderschön, wenn sie ein Lächeln, Schmunzeln, oder gar eine kleine Freude und paar gute Gedanken hinterließen.
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Sonntag, 28. Februar 2016

Was trägt er denn nun drunter

Außer den Ehefrauen weiß das wohl niemand so genau.....





 Was trägt er denn nun drunter


Was trägt er denn nun drunter? Das ist hier die Frage aller Fragen. Aber ich weiß es.


Nur...Ist es generell so ?... Ist es von Mann zu Mann verschieden? ...Gibt es da Freidenker? Äh, - träger?... Liebt der Eine drunter eher bedeckt ?.... Der Andere FKK?...
Nun, Tatsache ist doch, daß die Highländer die einzig männliche Spezies sind, ausgenommen der alten Buschmänner im Strohröckchen, die zu ihrem besten Stück stehen.
Ich meine jetzt einfach mal, was die Kleiderordnung betrifft.

 Bei dem Kult, den Mann  mit dieser kleinen Sache  treibt ...ja, ja, pardon, im Aggregatzustand ... und der Wichtigkeit, die ihr gezollt wird, ist es doch einfach unverständlich, daß sie als solche in ein Hosenbein gestopft wird in dem ja schon ein  Bein steckt. Das arme Ding. So schmählich weggesteckt, eingezwängt und seiner Natur des freien Falls derart beraubt.
Nein, nicht Frau ist es, sondern der Mann  ist seiner werten Natur nach dafür predestiniert, Rock zu tragen.  Und Frau die Hosen. Den biologischen Gegebenheiten nach, nur konsequent und logisch. Hat Mann darüber eigentlich noch nie nachgedacht?
Doch, in grauen Vorzeiten, irgendwann im Mittelalter trug Mann zwischen seinen Beinlingen ein extra Säckchen, wo das gute Teil in seinen Mußestunden bequem ruhte. Ei-fi Tei-fi, das muß allerliebst und neckisch ausgesehen haben! Ende des 15. Jahrhunderts nähte man dann einen Zwickel  zwischen die Beinlinge und da war sie aus, die schöne Zeit mit der Freiheit.
Es gab dann zwar noch mal am Französischen Hof, die Spanische Mode. Da trug der Höfling gepolsterte Oberschenkelpumphosen. Das mag dann noch mal ein hübsches Plätzchen für den Schniedelwutz gewesen sein. Aber danach war´s dann endgültig vorbei mit der Bequemlichkeit.
Nicht so, bei den Schotten.

Wer aber wie und was trägt, scheint für immer ein Mythos von Haus zu Haus und ein offenes Geheimnis unter den Eheleuten zu sein. Denn was ich sah, kann ich eigentlich nicht so recht glauben.
Es war Sommer. Ein richtig heißer Tag. Wochenende. Wir, das waren Ute, Udo, zwei Nordlichter, und ich. Wir waren Patienten einer Klinik im Schwarzwald und befanden uns sozusagen auf Freigang.  Udo bastelte an einer Uhr herum und benötigte dazu einige Teile, die er in Stuttgart zu finden hoffte. Ich als Süddeutsche, in der Hauptstadt einigermaßen ortskundig, wurde, quasi als Scout, eingeladen, ihn zu begleiten und Ute schloß sich uns an.
In Stuttgart herrschte Halligalli. Auf jedem Platz, an jeder Ecke. Das reichte vom Flohmarkt, über den Straßenmusikanten bis zum Brezelstand.
Wir stöberten auf dem Flohmarkt, versuchten Erbssuppe bei einem Verein, tranken beim nächsten ein kühles Bier, bei einem weiteren noch eins, hatten Udos Uhrenteile gefunden und bei Peter Palmer ein paar tolle Schnäppchen in Form von wunderbaren Kaschmirpullovern gemacht. Kurz , unsere Stimmung war am köcheln. Schließlich sorgte auch unsere zusammengewürfelte Dreierkonstellation 
für den nötigen Witz und Esprit.
Nun befanden wir uns  auf dem Weg zurück in´s Parkhaus. Da entdeckte Udo noch einen Weinstand.
Natürlich kam ein einstimmiges Ja, als man uns zu einer Verkostung einlud. Unsere Stimmung war auf dem Höhepunkt.
Von jenseits der Straße ertönte Schottisch Folk und Dudelsack herüber, Beides liebe ich. Beides fand direkt vor dem Eingang zur Tiefgarage statt. Ich stellte das Probiergläschen zurück, dankte und  schlenderte in Richtung "Mull of Kinthyre"
Oh, Mann , what a man! 

Da stand ein baumlanger strammer Kerl., eine Zeitung vor sich, die aber kaum den Blick auf einen , wohl der Hitze wegen, bloßen Oberkörper verbarg. Unten rum trug man Schottisch: Kilt, Sporran, Kilt socks, Flashes. Das Messer fehlte.

Ich wollte mich gerade dem Dudelsackspieler zuwenden, da traf mich über dem Zeitungsrand sein Blick und ein breites Grinsen. Ich schaute in ein markantes Gesicht und fragte mich, wann ihm bei diesem schiefen Lächeln wohl die Pfeife aus dem Gesicht fiehle. Er dagegen betrachtete mich,  faltete seelenruhig die Zeitung zusammen und sagte : "Hey Du, Hübsche" , die Pfeife hielt immer noch., "It´s hot today...."

Ich deutete auf seinen bloßen Oberkörper und grinste meinerseits: "I see , oh, I see" Und dann tat ich die verhängnisvolle Frage:"... und was trägst Du drunter?"

Er steckte seelenruhig die Zeitung unter den Arm und bevor ich recht begriff , lüftete er ebenso ruhig sein Röckchen. Oh! Mann! What a man! Ich sagte es bereits. Aber das da! Ich stand da, total verdattert, schaute nur und dachte, es müsse ihm wohl wirklich  s e h r  heiß sein, und stand und stand.Und schaute und schaute, mit weitem Focus meiner Augen, damit auch alles auf´s Bild passte.

Hinter mir war Ute schamrot zur Tür geeilt und Udo ihr nach. Dann besann er sich, kam zurück , seine Hand schnellte vor, griff meinen Arm. Und wenn er mich nicht weg gezogen hätte, weiß Gott, ich stünde da noch heute.....

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